Müllgebühren im Kreis Düren sollen spürbar sinken
Von Josef Kreutzer [22.06.2015, 07.49 Uhr]

Die Müllgebühren im Kreis Düren können schon bald deutlich sinken. Der Aufsichtsrat der Müllverbrennungsanlage Weisweiler (MVA) hat am Mittwoch beschlossen, die seit 1997 bestehende Kooperation mit RWE Power zu beenden und die Anlage ab 2017 mit eigenem Personal zu betreiben.

Mehrjährige Verhandlungen mit RWE Power über die Fortsetzung der Betriebsführung der Anlage hatten zuvor zu keinem akzeptablen Ergebnis geführt. Angestrebt wird nun eine Zusammenarbeit mit den Aachener Stadtwerken (STAWAG). Das kommunale Unternehmen ist bereit, den in Weisweiler produzierten Dampf als Fernwärme abzunehmen und dafür jährlich sieben Millionen Euro zu bezahlen. Damit würde die MVA Weisweiler künftig dauerhaft über eine garantierte stattliche Zusatzeinnahme verfügen. Für das Fernwärmegeschäft müsste die MVA zuvor jedoch eine eigene Turbine bauen. Nach derzeitigem Stand liegen die Kosten dafür zwischen 30 bis 40 Millionen Euro.

Eigentümer der MVA Weisweiler sind der Kreis Düren sowie die Stadt und die Städteregion Aachen, die die Siedlungsabfälle ihrer Bürger dort verbrennen lassen, sowie die Stadtwerke Krefeld.

Werbung

Der Kreis Düren war 2005 von der Bezirksregierung Köln zwangsweise verpflichtet worden, den Hausmüll seiner Bürger in Weisweiler verbrennen zu lassen. Damit mussten sich die Gebührenzahler aus dem Kreis Düren an den hohen Investitions- und Abschreibungskosten der hochmodernen MVA Weisweiler beteiligen. In den Nachbarkreise Heinsberg und Euskirchen blieben die Abfallgebühren deutlich niedriger, weil sie dem Anschlusszwang nicht unterlagen und ihren Müll weiterhin zu Marktpreisen entsorgen lassen konnten. Da die MVA Weisweiler 2017 abgeschrieben ist, entfallen diese Kosten künftig. Auch das spricht für sinkende Müllgebühren.

Landrat Wolfgang Spelthahn: "Die Gebührenzahler im Kreis Düren haben in Weisweiler eine Verbrennungsanlage auf modernstem technischen Stand mitfinanziert. Davon sollen sie nun auf lange Sicht auch in Form von attraktiven, stabilen Gebühren profitieren."
Sollte sich die angestrebte Lösung nicht umsetzen lassen, wolle man die MVA aufgeben und den Abfall wie Heinsberg und Euskirchen nach europaweiter Ausschreibung entsorgen lassen.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang
„Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“, heißt ein ziemlich bekanntes Fest- und Feierlied. Da so ein 50-jähriges Jubiläum bei der Kita „Die kleinen Strolche“ in erster Linie ein Fest für die Kinder ist, hat sich das Team der Einrichtung überlegt, mit den Kindern, die sie im Moment besuchen, kräftig und sieben Tage lang zu feiern. Es geht los mit dem Dasda Theater, das am Donnerstag, 27. April, das Stück Petterson und Findus im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, für die Kita-Kinder aufführen wird.  [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden
Einen Ruhepol im Alltag finden. Innehalten, dem eigenen Getriebensein im Leben regelmäßig einen Ort des Atemholens zu geben, dazu dienen Exerzitien im Alltag. Seit fast 20 Jahren wird in St. Rochus Jülich diese Tradition in der Fastenzeit gepflegt. [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung