Erste Oktav ab 28. Juni

Aldenhovener Wallfahrt ohne Gnadenkapelle
Von Dorothée Schenk [25.06.2015, 07.41 Uhr]

Über 360 Jahre lang pilgern die Wallfahrer nach Aldenhoven. Ziel ist fast ebenso lange die Gnadenkapelle. In diesem Jahr bleibt sie erstmals geschlossen. Ein Bauzaun umschließt das Gebäude. Die erste Oktav beginnt am 28. Juni.

Dass der Zahn der Zeit an dem schmucken Gotteshaus nagt, ist kein Geheimnis. Seit 2007 bemüht sich die Gemeinde St. Martinus um die Sanierung. Im vergangenen Frühjahr hat ein Kompetenzteam aus Mitgliedern von Generalvikariat Aachen, Verwaltungszentrum Schleiden und Kirchenvorstand begonnen, die Pläne zur Renovierung auszuarbeiten. Die Außenarbeiten wurden mit 100000 Euro beziffert. Getragen werden sie durch das Denkmalschutzförderprogramm.

Jetzt haben die beauftragten Unternehmen begonnen, rund um das Kapellengebäude das Pflaster aufzunehmen und den maroden Putz vorsichtig schichtweise zu entfernen. Dabei wurde das ganze Ausmaß der Schäden an der Gnadenkapelle sichtbar. Das „stellt uns zunehmend vor neue finanzielle sowie bauliche Sorgen“, heißt es im Pfarrbrief Brunnen. Dennoch peilt die Gemeinde eine Ende der Außensanierung bis Ende 2015 an.

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Nicht weniger desolat ist der Zustand im Inneren: Der Barock-Altar ist abgebaut und beim Restaurator. Festgestellt wurde, dass er von Parasiten und Pilzen befallen ist. Die Lambris-Vertäfelung wurden von einem Fachunternehmen ausgebaut, aufwendig behandelt und anschließend eingelagert.

Die Kosten werden derzeit unter Berü?cksichtigung der Denkmalschutzvorgaben ermittelt. Bis zum Herbst sollen alle Schäden im Innern erfasst und auch das Finanzierungskonzept endgü?ltig verabschiedet werden.

Allerdings gab es beim Abbau des Altars auch eine Überraschung: Wandmalereien wurden freigelegt. Sie werden durch Restauratoren gesichert und restauriert, bevor der Altar wieder eingebaut wird. Das erhöht natürlich die ursprünglichen Kostenplanungen. Nun hofft der Kirchenvorstand, dass sich Spender finden, die helfen, die Mehrkosten zu decken.

Infos für Spender unter www.st-martin-aldenhoven.de

Hintergrund:
Der Ursprung für die Aldenhovener Wallfahrt geht auf das Jahr 1654 zurück, als ein frommer Bürger namens Dietrich Mülfahrt eine Lichterscheinung der Mutter Gottes hatte und deren Bildnis in einem Lindenbaum entdeckte. 1659 ersetzte die Gnadenkapelle, die der Herzog von Jülich bauen ließ, das erste Heiligenhäuschen.


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