Erfolgsbilanz dank Radaranlage

Unfallzahl auf der A 4 gesenkt
Von Josef Kreutzer [03.02.2015, 11.35 Uhr]

Eine positive Unfallbilanz stellten Landrat Wolfgang Spelthahn und Elke Baum-Teschner, Leiterin des Straßenverkehrsamtes, vor.

Eine positive Unfallbilanz stellten Landrat Wolfgang Spelthahn und Elke Baum-Teschner, Leiterin des Straßenverkehrsamtes, vor.

Die ständige Radarüberwachung in der Baustelle der Autobahn 4 zwischen Düren und Kerpen hat sich positiv auf die Unfallzahl ausgewirkt. Hatten sich dort im Jahr 2013 insgesamt fünf Unfälle mit Verletzten oder Getöteten ereignet, so gab es während des Messzeitraums vom 9. Januar bis zum Baustellenende am 20. September 2014 nur einen Unfall mit Verletzten im Nahbereich der beiden Säulen zu beklagen.

"Damit haben wir haben wir das Ziel, für mehr Sicherheit in diesem unfallträchtigen Teil-stück der A 4 zu sorgen, ganz klar erreicht. Durch die Tempokontrollen ist menschliches Leid vermieden worden, das ist ein großer Gewinn", stellte Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt bei der Auswertung dieser Verkehrsüberwachungsmaßnahme fest. Sie war von der Autobahnpolizei (Polizeipräsident Köln) angeregt und von der Sonderunfallkommission im November 2013 beschlossen worden. Aufgabe des Kreises Düren war es, die beiden Säu-len aufzustellen und zu betreiben. Da die Maßnahme zeitlich befristet war, wurden die bei-den Messgeräte angemietet.

Während in Fahrtrichtung Aachen Höchsttempo 100 erlaubt war, galt auf der Gegenfahr-bahn ein Limit von 60 Stundenkilometern, da der Verkehr hier durch eine knifflige Doppel-kurve geführt wurde. Insgesamt lösten die beiden Anlagen in den knapp neun Monaten fast 219.000-mal ihren Blitz aus. Gut 140.000-mal in der Tempo 100-Zone, knapp 79.000-mal in Fahrtrichtung Köln. Allerdings blieben 38 Prozent aller Temposünder unbehelligt.

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Zumeist, weil sie mit einem Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen unterwegs waren und der Fahrzeughalter nicht ermittelt werden konnte. Oder weil das Foto des Fahrers qualitativ zu schlecht war, zum Beispiel witterungsbedingt.

So gab es am Ende insgesamt 135.173 verwertbare Fälle, darunter knapp 87.500 in der 100er- und etwa 47.700 in der 60-Zone. Die allermeisten Verstöße lagen im Bereich eines Tempoüberschusses bis 20 km/h. Allerdings gab es auch richtige Raser. "Der Spitzenrei-ter in Fahrtrichtung Aachen wurde mit Tempo 212 geblitzt, in der 60er-Zone wurden beim Schnellsten 158 Stundenkilometer ausgewiesen", berichtete Elke Baum-Teschner, Leiterin des Straßenverkehrsamtes des Kreises Düren. Beide "Rennfahrer" konnten ermittelt und mit Bußgeld, Fahrverbot und Punkten belegt werden.

Für den Kreis Düren bedeutete die befristete Verkehrsüberwachung auf der vielbefahre-nen Ost-West-Verbindung Einnahmen von rund 3,1 Millionen Euro. Dem standen Kosten für Personal, Messanlage, Fotos, Porto und Gericht in Höhe von 782.000 Euro gegenüber. Die entsprechende Einnahmeposition des Kreishaushaltes spiegelt das wider. 2013 waren aus der gesamten Verkehrsüberwachung rund vier Millionen Euro an Verwarn- und Buß-geldern zusammengekommen, 2014 sieben Millionen. "Geld einzunehmen war nicht unser Antrieb. Aber für den Kreishaushalt, der zu 80 Prozent für soziale Aufgaben reserviert ist, war das positiv", kommentierte Landrat Wolfgang Spelthahn die Maßnahme.

Dennoch hält der Kreis Düren weiterhin an seinem Konzept fest, dass Radarüberwachung nur an Gefahrenstellen erfolgt. So unterhält er derzeit kreisweit 14 stationäre Anlagen, für die es sieben Kameras gibt. Auch die beiden mobilen Messgeräte kommen nur an Gefahrenpunkten zum Einsatz.


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