Nideggener Notarzt rückt täglich rund viermal aus
Von Josef Kreutzer [29.01.2015, 10.11 Uhr]

Dr. Angela Meisen (4.v.l.) und ihre Kollegen vom Notarztstandort Nideggen stellten mit Landrat Spelthahn (l.), Dr. Detlef Struck (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, 3.v.l.) und Peter Kaptain (RDKD-Vorstandssprecher) das neue Angebot vor.

Dr. Angela Meisen (4.v.l.) und ihre Kollegen vom Notarztstandort Nideggen stellten mit Landrat Spelthahn (l.), Dr. Detlef Struck (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, 3.v.l.) und Peter Kaptain (RDKD-Vorstandssprecher) das neue Angebot vor.

Seit 1. Dezember 2014 ist Nideggen Notarztstandort. Die Rettungsdienst Kreis Düren AöR (RDKD), die für den gesamten Rettungsdienst zwischen Titz und Heimbach verantwortlich ist, stärkt dadurch die Notfallversorgung im südlichen Kreisgebiet.

Da die Nideggener Rettungswache an der Konrad-Adenauer-Straße mit zwei Rettungs- und einem Krankentransportwagen bereits voll belegt ist, hat die RDKD zurzeit eine Woh-nung im Zentralort angemietet. Sie ist seitdem mit einem Notarzt und einem Rettungsas-sistenten besetzt. Der Posten ist seitdem rund um die Uhr einsatzbereit, die drei Dürener Krankenhäuser stellen die Notärzte dafür. Rund 1500 Einsätze werden sie insgesamt pro Jahr fahren, hatte das Bonner Fachgutachterbüro Forplan/Schmiedel für den neuen Standort prognostiziert. Das sind etwa vier Alarmierungen täglich. Die Erfahrungen der ersten Wochen haben diese Einschätzung bestätigt.

Bislang wurde manches Mal der in Merzbrück stationierte Rettungshubschrauber angefor-dert, wenn tief im Süden des Kreises Düren ein Notarzt gebraucht wurde. Zuweilen kam die schnelle Hilfe aber auch aus Mechernich im Nachbarkreis Euskirchen.

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Mittlerweile deckt der Nideggener Notarzt die Einsätze ab, die im Umkreis von 15 Minuten Fahrt von seinem Standort anfallen. Sollte es die Situation erfordern, rückt er auch in den Nachbarkreis aus. Die neue RDKD-Rettungswache in Heimbach, die ihren Betrieb voraussichtlich im Frühjahr 2015 aufnimmt, stärkt die Notfallversorgung in der Region zusätzlich.

Mit Blick in die Zukunft ist das auch geboten. Da das Durchschnittsalter der Bevölkerung stetig steigt, wird auch das Einsatzaufkommen zunehmen, da ältere Menschen generell häufiger Hilfe benötigen. "Die gezielte Verdichtung unseres Rettungsnetzes hat sich schon bezahlt gemacht", bewertet Landrat Wolfgang Spelthahn, Vorsitzender des RDKD-Verwaltungsrates, die erste Bilanz. Sein ausdrücklicher Dank gilt den Krankenkassen als Kostenträgern. "Sie haben das kreisweite Rettungsdienstgutachten und alle daraus abge-leiteten Maßnahmen zum Wohle der 260.000 Menschen im Kreis Düren in vollem Umfang mittragen", betont er.

Nideggen ist nun der sechste Notarztstandort im Kreis Düren. Weitere 24-Stunden-Dienste werden mit Einsatzfahrzeugen an den Krankenhäusern in Linnich, Jülich, Düren und Len-dersdorf abgedeckt. Der Wagen am Birkesdorfer Hospital verstärkt die Flotte mit seiner achtstündigen Bereitschaft tagsüber.

Die im Herbst 2014 nach einem Kreistagsbeschluss gegründete RDKD ist Trägerin aller Rettungswachen außerhalb des Dürener Stadtgebietes sowie der Notarztstandorte in Lin-nich, Jülich und Nideggen. Ihr ist an einer gemeinsamen Unterbringung von Rettungswa-che und Notarzt außerhalb der Nideggener Wohnbebauung gelegen. "Wir wollen mittelfris-tig einen Neubau am Kreisverkehr L249/L33 beziehen. Von dort kommen die Einsatzwa-gen einfach besser weg", blickt RDKD-Vorstandssprecher Peter Kaptain nach vorn.


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