Getrübte Freude beim Erntedankfest des Kreises Düren
Von Redaktion [03.10.2014, 14.17 Uhr]

Wenn die Landesgartenschau in der Region ist, dann gibt es kaum einen besseren Ort für den Erntedank. Deshalb fand das traditionelle Fest des Kreises und der Kreisbauernschaft Düren in diesem Jahr in Zülpich statt, gemeinsam mit der Kreisbauernschaft Euskirchen.

So überreichte Hans Schorn, Vorsitzender der Euskirchener Landwirtvereinigung, im "Forum der Landwirtschaft" die Erntekrone an Landrat Wolfgang Spelthahn und dessen Eus-kirchener Amtskollegen Günter Rosenke. Das tat er auch im Namen Erich Gussens, Vorsitzender der Dürener Kreisbauernschaft. Gussen hatte seine Teilnahme abgesagt, um Heinz-Theo Lorscheid-Kratz, dem jüngst verstorbenen langjährigen Geschäftsführer der Kreisbauernschaft Düren, die letzte Ehre zu erweisen.

Landrat Wolfgang Spelthahn unterstrich die grundlegende Bedeutung der Landwirte in den beiden ländlich geprägten Kreisen: "Sie sind Tag für Tag im Einsatz, um uns mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln zu versorgen und unsere Kulturlandschaft zu erhalten, so wie wir sie kennen und schätzen."

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Erich Gussens Redemanuskript zum Erntedank trug Hans Schorn vor. Dabei schlug er den Bogen vom Steckrübenwinter 1916/17 in die Jetzt-Zeit, in der die allermeisten mit großer Selbstverständlichkeit tafelten, wie es früher nur Königen möglich gewesen sei. "Das verdanken wir auch den Bauernfamilien, die sich alljährlich zuverlässig und mit großem Einsatz den Herausforderungen stellen, die Wetter, Erde und die Märkte abverlangen", so Schorn. Er bedauerte, dass die EU-Sanktionen gegenüber Russland Lebensmittel wieder zu einem politischen Spielball hätten werden lassen. Die totale Sperre für EU-Lebensmittel nach Russland träfe in der Region insbesondere die Obst- und Gemüseerzeuger sowie die Milch- und Schweinebauern.

Die Landwirtschaft hatte in diesem Jahr wieder mit Wetterlaunen zu kämpfen. Ein Winter, der keiner war, ein Frühjahr, im dem der Regen immer passend kam, dann das verheerende Pfingstunwetter und schließlich der nicht enden wollende Regen im Juli und August: "Anders als in Deutschland kann man in unserer Region beim Getreide von einer guten, aber keiner Spitzenernte sprechen", sagte Schorn. Bei Kartoffeln und Zuckerrüben zeichneten sich gute bis sehr gute Erträge ab. Allerdings seien die Preise niedriger als in den letzten Jahren. Auch die Milcherzeuger müssten mit Einbußen rechnen, "denn die guten Monate mit hohen Milchpreisen sind vorbei, die Discounter drücken die Preise wieder", so Schorn. Mit einem Dank für die stets offenen Ohren in Politik und Verwaltung, schloss er die Rede: "So manchen Konflikt und so manches Problem haben wir mit Ihnen positiv und einvernehmlich gelöst. Dieses Miteinander wissen wir sehr wohl zu schätzen."


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