Aachener Chorhalle wird Haus aus Licht
Von Redaktion [06.09.2014, 07.54 Uhr]

Nach den Feierlichkeiten zum 1200. Todestag Karls des Großen und der Aachener Heiligtumsfahrt findet in der Woche vom 7. bis 14. September 2014 der dritte Höhepunkt dieses Jahres statt. Mit einer Festwoche unter dem Motto „Haus aus Licht“ feiert das Domkapitel die Weihe der Chorhalle des Doms im Jahr 1414. Auf dem Programm steht ein vielfältiges kulturelles und geistliches Angebot.

Am Sonntag, 7. September, um 10 Uhr, wird Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff die Jubiläumswoche feierlich mit einem Gottesdienst eröffnen. Anschließend sind die Gottesdienstbesucher und die Teilnehmer an den Turmbesteigungen zum Frühschoppen ins Quadrum eingeladen.

In der Festwoche werden bis auf die beiden Sonntage täglich vier Stundengebete in der Chorhalle angeboten, jeden Tag ist die Chorhalle frei zugänglich und es finden dort 20-minütige Kurzführungen statt. Täglich wird es einen halbstündigen Vortrag zum Thema Chorhalle geben.

Zum Bau und zur Architektur der Chorhalle können sich Besucher Präsentationen im Kreuzgang und im Quadrum anschauen. Außerdem wird am 6. und 7 September von 10 bis 18 Uhr eine mittelalterliche Dombauhütte auf dem Domhof aufgebaut.

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Bis Sonntag findet ebenfalls zum Thema „Herrschergrab, Kirchenraum, Gottesdienst“ ein dreitägiges wissenschaftliches Symposium in der Bischöflichen Akademie statt.

Höhepunkt der Festwoche ist das Europäische Festival Geistlicher Musik im Aachener Dom mit Konzerten um 11 Uhr und um 19 Uhr, bei denen ein musikalischer Bogen über 600 Jahre gespannt wird.

Die Chorhalle wurde vor 600 Jahren aus zwei Gründen errichtet. Schon damals herrschte im Aachener Dom ein großer Besucherandrang. Das Stiftskapitel mit Propst Gerhard von Virneburg an der Spitze hatte den Wunsch, in einer besonderen Atmosphäre die Stundengebete abhalten zu können. Die Stiftsherren veranlassten deshalb den Bau einer Chorhalle, in der sie sich zu den Andachten zurückziehen konnten. An diese Tradition knüpft die Festwoche an und bietet den Besuchern die Gelegenheit am Stundengebet teilzunehmen: Morgens um 8 Uhr, mittags um 12 Uhr, abends um 18 und 20.30 Uhr.

Seit diesem Frühjahr steht in der Chorhalle wieder der Petrusaltar. Nun besteht auch dort wieder die Möglichkeit, Gottesdienste dort zu feiern.

Der zweite Grund für den Bau einer Chorhalle waren die Scharen von Pilgern, die in der damaligen Zeit in den Aachener Dom strömten, um den Karlsschrein und den Marienschrein mit den Heiligtümern zu sehen. Ein Haus aus Licht umgibt also seit 600 Jahren den Karls- und Marienschrein. Mit den 27 Metern hohen Glasfenstern und 1.000 qm Glasfläche wird die Chorhalle auch das Glashaus von Aachen genannt.

Nähere Informationen zur Festwoche „600 Jahre Chorhalle“ sind in den beiliegenden Faltblättern oder im Internet unter www.chorhalle-aachendom.de zu finden.


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