RIDZ-Spende

6000 Euro für das Dürener Projekt „Schüler für Schüler“
Von Redaktion [05.07.2014, 11.53 Uhr]

Nach Sammlung von altem Zahnersatz haben die Dürener Zahnärzte wieder einen beträchtlichen Betrag nach dem Einschmelzen gutgeschrieben bekommen. Ihre mittlerweile 13. „Altgoldsammelaktion“ erzielte einen Erlös von rund 70.000 Euro. Seit der ersten Aktion im Jahr 2002 kamen insgesamt rund 390.000 Euro zusammen. Damit unterstützt die Regionale Initiative Dürener Zahnärzte (RIDZ) wieder einmal sozial engagierte Vereine der Stadt und des Kreises Düren. Ein Spenden-Scheck in Höhe von 6.000 Euro wurde am Mittwoch dem Sozialdienst katholischer Frauen Düren e.V. (SkF) für das Projekt „Schüler für Schüler“ überreicht.

Damit fördern die Dürener Zahnärzte dieses Projekt zum vierten Mal in Folge und stellen somit das Angebot für ein weiteres Jahr sicher, in dem jugendliche „Nachhilfelehrer“ ihren schwächeren Altergenossen in den wichtigsten Fächern weiterhelfen – auf „Augehöhe“ sozusagen. Diese besondere Form der Förderung kommt finanziell schwachen Schülern zugute. Etwa zwei Drittel haben einen Migrationshintergrund und nutzen diese Hilfe um Ihre Noten zu verbessern oder auch um einen höheren Schulabschluss zu erlangen.

RIDZ-Vorsitzender Dr. Werner Zywzok und sein Kollege Dr. Dirk Haarmann überbrachten nun den Spendenscheck. „Ab dem dritten Mal spricht man von Tradition“ schmunzelte Dr. Zywzok „und bei einem solchen Projekt ist Kontinuität notwendig. Solange wir die Altgoldsammelaktion machen, werden wir „Schüler für Schüler“ fördern. Die Idee Spaß beim Lernen durch die Förderung durch Gleichaltrige wurde uns 2009 vom SkF vorgestellt und ist genau das, was in unsere Blickrichtung reinpasst.“

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Vor fünf Jahren ist die Idee im SkF entstanden. Die nicht-kommerzielle schulische Förderung zwei Mal pro Woche kommt Schülern zu Gute, die sich einen professionellen Nachhilfeunterricht nicht leisten können. „Dennoch sind die Erfolge der Schüler enorm“ berichtet Vera Mergenschröer, die das Angebot im SkF gemeinsam mit Gaby Uerlichs vom SkF-Jugendmigrationsdienst betreut. Über die Hälfte der Schüler geben an, dass der Unterricht Ihnen sehr geholfen hat. Viele Schüler konnten sich um einen, manche um zwei Notenschritte verbessern, so das Ergebnis einer Unfrage unter den Nachhilfeschülern.

Der SkF fand Oberstufenschüler, die für eine kleine Aufwandsentschädigung anderen Schülern Nachhilfe geben. Ein ehrenamtlicher Koordinator erstellt den Stundenplan, ist während der Nachhilfezeiten anwesend und somit erwachsener Ansprechpartner für Nachhilfeschüler und -lehrer. Der Unterricht findet Montags und Mittwochs von 16 bis 18 Uhr statt. Es wird einzeln oder in einer Zweiergruppe gefördert, was eine sehr individuelle Förderung ermöglicht. Das Angebot spricht sich rum, fast wöchentlich kommen Anfragen. 42. konnten im letzen Schuljahr gefördert werden.

Bürgermeister Paul Larue stattete ebenfalls einen kurzen Besuch ab, um seine Wertschätzung auszudrücken. „Dank der RIDZ zieht sich eine Spur des Guten durch die Stadt“ so der Bürgermeister, der von einer VHS-Abschlussfeier kürzlich berichtete: „Endlich ein Abschluss!“ sagte eine Teilnehmerin. „Ein Ausruf, der noch einmal deutlich vor Augen führt, wie fundamental ein Schulabschluss für den weiteren Lebensweg ist“ so der Bürgermeister.

Auf diesem Weg ist der SkF unterwegs. Er unterstützt junge Menschen, die sich keine kommerzielle Nachhilfe leisten können. „Die Bildungsförderung hat sich der SkF zu eigen gemacht, eine Lücke entdeckt und auch bearbeitet“ so Larue anerkennend.

Der langjährige ehrenamtliche Koordinator von „Schüler für Schüler“ ist im Frühjahr verzogen. Daher sucht der SkF ab dem nächsten Schuljahr dringend eine Nachfolge, die Spaß daran hat, sich diesem Projekt ein bis zwei Nachmittage pro Woche zu widmen. Interessenten wenden sich bitte an Vera Mergenschröer unter 02421 2843-159 oder mergenschroeer@skf-dueren.de.


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