Rödingen: Deutsch-jüdische Lebensgeschichte im Film
Von Redaktion [25.03.2014, 07.07 Uhr]

Kurt Eisemann im Gespräch mit Prof. J. Ginsburg und Albert Einstein in New York. (Fotoquelle: jgt/nurinst-archiv)

Kurt Eisemann im Gespräch mit Prof. J. Ginsburg und Albert Einstein in New York. (Fotoquelle: jgt/nurinst-archiv)

Drei Kurzfilme über deutsch-jüdische Lebensgeschichten zeigt das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen, Mühlenend 1, am Sonntag, 30. März, um 15 Uhr. Nach der Filmvorführung können sich Besucherinnen und Besucher in der Einrichtung des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) mit dem Filmemacher Jim G. Tobias austauschen. Der Eintritt kostet drei Euro, die Besichtigung der Gebäude und der Dauerausstellung ist enthalten.

Jim G. Tobias ist Historiker und freier Journalist. Er leitet das von ihm mitbegründete Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Tobias produziert TV-Dokumentationen und publiziert über Nationalsozialismus sowie jüdische Zeitgeschichte. Die Geschichte der jüdischen Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland steht im Mittelpunkt seiner Forschungen.

Der Film "Paulas Nürnberger Lebkuchen - Made in the USA" erzählt die Geschichte der jüdischen Familie Freund, die während der NS-Zeit ihre Heimatstadt Nürnberg verlassen musste. Neben ein paar Habseligkeiten konnten sie das Rezept für echte Nürnberger Elisen-Lebkuchen in ihre neue Heimat New York retten. Ende der 30er Jahre eröffneten Paula und Hugo Freund in Manhattan die Spezialbäckerei "Paula's Lebkuchen". Ihr Sohn William erinnert sich im Film an den Neubeginn, die Geschäftsidee seiner Eltern und den Erfolg der ersten Adresse für Nürnberger Köstlichkeiten in der Neuen Welt.

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Im Filmportrait "Wegbegleiter Israels - Werner Braun" berichtet der Fotograf Werner Braun über seine Erinnerungen an Deutschland und seine Arbeit als israelischer Pressefotograf. Braun wurde 1918 in Nürnberg geboren und hat die Geschichte des Staates Israel von Anfang an miterlebt. Seine Bilder gingen um die Welt und sind Quellen von hohem historischem Wert.

In der Reportage "Eisemann und Einstein - Die Macht der Mathematik" berichtet Kurt Eisemann über seine Jugend in Nürnberg, die Flucht nach Palästina, seine Begegnung mit Albert Einstein und seine außergewöhnliche Karriere in den USA. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten flüchtete Eisemann mit seinen Eltern nach Palästina. Obwohl der Vater in Jerusalem eine Arztpraxis eröffnete, reichten die Einkünfte nicht für den Besuch einer höheren Schule. Mit Anfang zwanzig verließ Kurt Eisemann Palästina in Richtung USA. In New York wurde Albert Einstein auf ihn aufmerksam: Der berühmte Wissenschaftler setzte sich für Eisemann ein und ermöglichte ihm ein Studium an der Yeshiva University, das er mit summa cum laude abschloss.


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