Düren: Emissionshandel und Wasserprivatisierung im Blick
Von Redaktion [23.03.2014, 16.52 Uhr]

Die Gefahren des Emissionshandels und der Wasserprivatisierung. Privatisierung und Kommerzialisierung der Natur. Diese Themen gehören in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, meinen die Ev. Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Jülich und die Ev. Gemeinde zu Jülich. Deshalb wird am Mittwoch, 26. März, um 18 Uhr der Kölner Politikwissenschaftler Alexis J. Passadakis darauf eingehen in einer Diskussions- und Vortragsveranstaltung darauf eingehen. Das Angebot gehört in die Reihe: Europa vor der Wahl – Europäische Entscheidungen im Blickpunkt.

Eigentlich hat sich die Europäische Union zum Ziel gesetzt, den Klimawandel zu bremsen. Alle Mitgliedsstaaten sollten in die Pflicht genommen werden und bis 2020 sollte der Energieverbrauch sowie die Treibhausgas-Emissionen um 20 % gegenüber 1990 gesenkt werden. Ein Instrument dazu sollte der Verkauf von CO² Zertifikaten sein. Was heißt das genau? Wie soll das funktionieren? Was heißt es, wenn das Freikaufen „billig“ ist oder wird. Ein Freikaufen von Umweltverschmutzung? Was ist uns die Zukunft bzw. die „eine“ Welt wert?

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Zur Wasserprivatisierung hat es eine breite Bürgerbeteiligung gegeben. Europäische Bürgerinnen und Bürger wollten nicht, dass das Lebensmittel Wasser als Handelsware auf den privaten Markt kommt? Doch ist das Problem vom Tisch? Seit fast zwanzig Jahren wird in Europa liberalisiert. Grundlegende Dienstleistungen, wie die Versorgung mit Energie, Bildung und Krankenhäuser, werden den Spielregeln des Marktes und Profits unterworfen. Es gibt durchaus Kräfte in der EU, die für die Wasserversorgung eine Zwangsprivatisierung vorsehen, um für mehr „Wettbewerb“ zu sorgen. Weltweit operierende Wasserkonzerne wie Veolia oder RWE Power warten bereits, um den milliardenschweren Wassermarkt zu übernehmen. Damit werden regionale und kommunale Wasserwerke verschwinden.

Im Rahmen der Eurokrise gab es in südeuropäischen Ländern durchaus entsprechenden Druck. Doch private Wasserkonzerne orientieren sich am Profit und investieren nicht in die Infrastruktur der Wasserversorgung. Muss es nicht viel mehr darum gehen, dass Wasser bezahlbar bleibt und ein Menschenrecht ist. Darf Wasser zur Ware werden? Oder soll es ein öffentliches Gut sein, das allen Bürgerinnen und Bürgern gehört?

Der Referent führt kenntnisreich und anschaulich in die Materie und die politische Diskussion ein und lädt zur anschließenden Diskussion ein. Die Veranstaltung findet im Haus der Ev. Gemeinde Düren, Wilhelm-Wester-Weg 1 in Düren statt. Es ist eine Gebühr in Höhe von 5 Euro zu entrichten.
Bei Interesse bitten wir um Anmeldung bei der Ev. Erwachsenenbildung, Tel. 02461 9966-0 oder per Email an eeb@kkrjuelich.de


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