Mobilität über die Kreisgrenzen hinaus
Von Redaktion [20.03.2014, 16.34 Uhr]

Gemeinsam stehen sie für das Projekt RegioM 2030 und das verbundübergreifende JobTicket. Quelle RVK

Gemeinsam stehen sie für das Projekt RegioM 2030 und das verbundübergreifende JobTicket. Quelle RVK

Eugen Puderbach, Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) und Vorsitzender des VRS-Unternehmensbeirates kündigt auf der Abschlussveranstaltung von RegioM 2030 verbundübergreifendes JobTicket an.

Auf der Abschlussveranstaltung des durch das Land NRW geförderten Projekts RegioM 2030 wurde im Pressegespräch der Beschluss des VRS-Beirats zur JobTicket-Erweiterung zwischen Aachener Verkehrsverbund (AVV) und Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) angekündigt. Eugen Puderbach erklärt: "Dieser Beschluss wurde mit der Unterstützung vieler Verantwortlicher vorangetrieben. Vor allem darf ich hier den Landräten Günter Rosenke und Wolfgang Spelthahn danken. Dem ÖPNV in der Region und Angeboten wie dem JobTicket können wir nur durch transparente und für den Fahrgast nachvollziehbare Rahmenbedingungen zu langfristigem Erfolg verhelfen."

Die Überwindung von Grenzbereichen stellt im Hinblick auf Transparenz, Ticketgültigkeit und Kosten eine wichtige Hürde für die Akzeptanz des ÖPNV dar. Landrat Günter Rosenke, Zweckverbandsvorsitzender des VRS dazu: "Ein besonderer Meilenstein ist für mich daher der gerade gefasste Beschluss für die JobTicket-Erweiterung zwischen AVV und VRS im Rahmen der zum 1.1.2015 geplanten Tarifkooperation der beiden Verbünde.“ Demzufolge bestätigt Rosenke, dass zu diesem Zeitpunkt auch bei weiteren Tickets eine verbundübergreifende Tarifierung ermöglicht werden soll.

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Die Landräte Michael Kreuzberg, Rhein-Erft-Kreis, und Wolfgang Spelthahn, Kreis Düren, haben den Beschluss zur Tarifharmonisierung nachdrücklich unterstützt und befürwortet, da sich die quasi überlappenden Geltungsbereiche von AVV und VRS in ihren Kreisen für den Fahrgast zum Teil negativ auswirken.
Wolfgang Spelthahn lobt die Entscheidung: "Es gibt zahlreiche Arbeitnehmer, die im Bereich des AVV wohnen, aber in den VRS-Raum pendeln. Diese müssen zu ihrem JobTicket immer ein zusätzliches Ticket erwerben. Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr sieht anders aus."

Im Projekt RegioM 2030 drehte es sich um die Zukunft regionaler Mobilität. Bei den Mitgliedern des durch das Land NRW geförderten Projekts war man sich einig, dass völlig neue Denkansätze notwendig sind, um eine dauerhaft wirtschaftlich starke ländliche Region zu erhalten.

Vorgestellt wurde das Vorhaben auf der Fachtagung zum Thema "Öffentliche Mobilität in der ländlichen Region". Die Regionalverkehr Köln GmbH, die Aufgabenträger der Kreise Euskirchen, Rhein-Erft, Rhein-Sieg und Düren, die Planungsgesellschaft Verkehr aus Köln und die Fachhochschule Aachen sowie ausgewählte Kommunen hatten ihre Fachleute in die Projektgruppe RegioM 2030 entsandt. Anhand festgelegter Untersuchungsräume und bereits vorhandener Studien aus Vorläuferprojekten wurde seit 2012 an einem denk- und gangbaren Maßnahmenspektrum für eine zukunftsfähige Mobilitätsversorgung gearbeitet.

Eine gute ÖPNV-Grundversorgung wird von allen als einer der wichtigsten Indikatoren für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ländlicher Kommunen gesehen. Besondere Rücksicht ist dabei auf die steigende Zahl älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen zu nehmen. Zu Stichworten wie "DorfTicket", "Trau-Dich-Ticket", "Mobilist" oder "ÖPNV-Resensibilisierung" wurden Steckbriefe erarbeitet. Diese Steckbriefe enthalten neben der Kurzbeschreibung jeweils eine Liste von Punkten, wie zum erwartenden Potential oder zur Finanzierung. Mittels dieser Kriterien, ist eine Fallentscheidung vor Ort leicht möglich. Im Mai wird es einen abschließenden Projektbericht geben, der auch alle Steckbriefe umfasst.


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