Kolumbischer Gegenbesuch im Rheinischen Revier
Von Redaktion [20.03.2014, 14.13 Uhr]

Oliver Krischer erkundete mit seinem Kolumbianischen Besuch das rheinische Revier.

Oliver Krischer erkundete mit seinem Kolumbianischen Besuch das rheinische Revier.

Empfangen konnte jetzt Oliver Irischer (MdB) eine Delegation aus Kolumbien, wo der Grünen-Politiker die Kohlerevieren in dem südamerikanischen Land besuchte. Die Vertreter von kolumbianischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) kamen jetzt zum Gegenbesuch in die Region, um in die Tagebaue Inden und Hambach "einzufahren".

Im Norden Kolumbiens in der Provinz Cesar wird wie im Rheinland Kohle - allerdings Steinkohle - in Großtagebauen gefördert. Internationale Rohstoffkonzerne wie Cerrejon, Glencore oder Drummond waren in der Vergangenheit wegen schwerer Menschenrechtsverletzung bei der Zwangsumsiedlung von Dörfern für den Kohlebergbau international in die Kritik geraten. Inzwischen kämpfen Nicht-Regierungsorganisationen in Kolumbien für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards beim Kohlebergbau. Deren Arbeit unterstützt Oliver Krischer unter anderem durch Besuche in Kolumbien und Initiativen im Bundestag, denn ein Großteil der dort geförderten Kohle wird in deutschen Kraftwerken verbrannt.

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Ähnlich wie im Rheinland prägt der Kohlebergbau in Kolumbien die Landschaften und tausende Menschen verlieren ihrer Heimat. Auch wenn die politischen und rechtsstaatlichen Verhältnisse unterschiedlich sind, sind die Konflikte auf der anderen Seite des Atlantiks ganz ähnlich wie Rheinland: Auseinandersetzzungen um finanzielle und soziale Folgen von Umsiedlungen, Belastungen durch Feinstaub und Bergschäden, Abholzung von Wäldern und Umlegung von Flüssen und Straßen ebenso die grundsätzliche Diskussionen über die Notwendigkeit des Kohlebergbau in beiden Revieren die beherrschenden Themen.

Gloria Holguin, Rechtsanwältin und Menschenrechtlerin aus Bogota fasst es so zusammen: "Der Kohlebergbau im Rheinland wie Kolumbien schafft ähnliche Konflikte. Wir können voneinander lernen und uns unterstützen, um die betroffenen Menschen und die Natur nicht der Willkür und Ignoranz von Bergbaukonzernen zu überlassen." Für Oliver Krischer ist klar: "Am Ende muss es darum gehen, die Energieversorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen. Das macht Kohletagebaue und ihren schlimmen Folgen im Rheinland und in Kolumbien überflüssig."

Lesen Sie hierzu Vom Faktor X und Faktor Mensch


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