Sichtweise on Tour…in Düren
Von Redaktion [27.03.2014, 16.42 Uhr]

Scharenweise bewerben sich die Menschen als Statisten, denn sie brauchen nichts dringender als Arbeit, um zu überleben.

Scharenweise bewerben sich die Menschen als Statisten, denn sie brauchen nichts dringender als Arbeit, um zu überleben.

In der Reihe Sichtweisen on Tour in Düren zeigt die Evangelische Erwachsenenbildung Kirchenkreis Jülich im Großen Saal der Evangelischen Gemeinde zu Düren am Wilhelm-Wester-Weg 1, der Film „Und dann der Regen“. Die Aufführung am Montag, 31. März, ab 18 Uhr steht unter dem Leitgedanken: Europäische Werte gestern und heute.

Die Handlung spielt im Bolivien unserer Tagen. Der Regisseur Sebastian hat sich ein großes Projekt vorgenommen: er will einen Film über die Ankunft Kolumbus in der Karibik drehen. Mit den Hauptdarstellern und dem Kamerateam reist er nach Bolivien. Das ist zwar nicht der originale Handlungsort, aber hier ist der Dreh billiger, und er kann hier noch echte Indios als Schauspieler und Statisten gewinnen. Scharenweise bewerben sich die Menschen als Statisten, denn sie brauchen nichts dringender als Arbeit, um zu überleben.

Eindrucksvoll wie es gelingt, dass wir als Zuschauende die Dreharbeiten, das Anwerben der Statisten, die persönlichen Motive und Situationen der Schauspieler miterleben und dann unversehens in den Film springen, den diese Crew spielt.

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Ist der Regisseur, der die Indios als billige Arbeitskräfte anwirbt, besser als Kolumbus, der die Indios ausbeutete

Ist der Regisseur, der die Indios als billige Arbeitskräfte anwirbt, besser als Kolumbus, der die Indios ausbeutete

Der Film im Film - über 500 Jahre zurück - wird uns die bekannte Geschichte
um Kolumbus gezeigt. Der Regisseur interessiert sich nicht für den Eroberer und Helden Kolumbus, vielmehr sieht er in den Spaniern die Unterdrücker, Goldräuber und Sklavenhändler. So wie die Schauspieler aus ihrer Rolle aus und wieder einsteigen, so führt der Film uns wieder in die Gegenwart – und die ein oder andere Parallele zeigt sich.

In der Gegenwart erlebt die Schauspielercrew die Situation der Menschen in Cochabamba. Sie kommen nicht daran vorbei, gehören doch die Indios zu ihrer Crew. Den weitgehend in den Slums außerhalb der Stadt lebenden Indios wird der Zugang zum Wasser abgeschnitten. Nicht einmal Regenwasser sollen sie sammeln dürfen. Ein Privatkonzern spielt sich auf, will den ganzen Profit. Langsam kommt es zum Aufstand. Einer der Schauspieler des Kolumbus-Films wird zum Anführer. Das aber gefährdet den Film, der soll jedoch auf jeden Fall fertig werden. Wie soll man sich verhalten?


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