Umbau für 1,1 Millionen Euro

Gereonsweiler: "Philosophischer" Umbau des Christinenstifts
Von Dorothée Schenk [04.03.2014, 06.36 Uhr]

„Bauen ist gelebte Philosophie“ formulierte es Bernd Bogert, Geschäftsführer der St. Gereon Seniorendienste, markig zum Spatenstich des Christinenstifts in Gereonsweiler. Für 1,1 Millionen Euro werden fünf Doppelzimmer zu acht Einzelzimmern plus zwei Gemeinschaftsräumen umgebaut.

Pfarrer Konrad Barrisch war gekommen, um den Segen zum Gelingen des Projektes zu bringen.

Pfarrer Konrad Barrisch war gekommen, um den Segen zum Gelingen des Projektes zu bringen.

Vorausschauend agieren in dem Sinne „was gut für die Menschen ist“, das trägt laut eigenem Bekunden Bernd Bogert die Planungen von St. Gereon. Daher habe er schon 1990 mit leeren Taschen aber vielen Umbauplänen für den Christinenstift im Kopf bei Architekt Quasten vorgesprochen. Dank mutiger Partner – den Träger Kirchengemeinde St. Gereon, den Kreis Düren und die Stadt Linnich – hätten sie sich gegen die gesetzlichen Vorgaben durchgesetzt: „Die Zimmer waren zu groß, es waren 33 Einzelzimmer und ,nur’ 10 Doppelzimmer “, zählt der Hausherr rückschauend die Kritikpunkte auf und resümiert schmunzelnd: „Es war zu wohnlich.“ Verlangt war die Quote 50:50. „Inzwischen haben die Politiker die Wünsche der alten Menschen erkannt“, so Bogert, „was wir damals erkämpft haben ist heute Realität.“

Denn nach dem Wohn- und Teilhabegesetz sind jetzt bis zum Jahr 2018 in Pflegeheimen 80 Prozent Einzelzimmer einzurichten. Diese Vorgabe wird im Christinenstift nach achtmonatiger Bauzeit mehr als erfüllt sein. Dafür, dass dies durch Gottes Segen und Geist gelingt, dafür war Pfarrer Konrad Barrisch eigens zum Spatenstich gekommen.

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Hier packen alle mit an: Von rechts nach links: Bewohnerin Gertrud Frohnhofen, Bernd Bogert, Architekt Günter Quasten, BM Wittkopp, Pfarrer Barrisch, Bewohnerin Maria Frenken, Gerd Palm stellv. Geschäftsführer, Hans Spelthann und Karin Pelzer.

Hier packen alle mit an: Von rechts nach links: Bewohnerin Gertrud Frohnhofen, Bernd Bogert, Architekt Günter Quasten, BM Wittkopp, Pfarrer Barrisch, Bewohnerin Maria Frenken, Gerd Palm stellv. Geschäftsführer, Hans Spelthann und Karin Pelzer.

Groß auf die Fahne und das Internetportal geschrieben steht die Philosophie des Christinenstiftes: „Ein Höchstmaß an Pflegequalität, aber so viel Selbstbestimmung wie möglich.“ In der Praxis heißt das, dass die Bewohner wenn möglich in den sieben Gemeinschaftsräumen ihre Hausarbeit selbst erledigen und ihren Alltag gestalten können (nicht müssen). „Dieses Konzept“, berichtet Bogert nicht ohne stolz, „hat das Pflegeministerium in Düsseldorf so beeindruckt, dass es uns ein zinsgünstiges Darlehen zur Verfügung stellt.“ Dafür wurde auch in der laufenden Planungen die Forderung erfüllt, dass nach dem Umbau die Räume auch eine Wohnung ergeben könnten.

Nicht erst in acht Monaten schon jetzt kann sich das Christinenstift mit dem Qualitätssiegel Demenz schmücken. Das verriet Bernd Bogert beim Spatenstich. Es sei damit die erste Senioreneinrichtung in NRW, die von der Alzheimergesellschaft diese Auszeichnung erhielte. Gereonsweiler sei, lobte Bürgermeister Wolfgang Wittkopp, mit dem engagierten katholischen Kindergarten und dem Christinenstift ein Beispiel für „gute soziale Aufgabenbewältigung im Linnicher Stadtgebiet“.


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