Eröffnung am 27. April

Charles Fazzinos Pop-Art lockt nach Heimbach
Von Josef Kreutzer [20.02.2014, 21.57 Uhr]

Fazzino kommt! Nach James Rizzi und Janosch erobert in diesem Frühjahr Charles Fazzino die Internationale Kunstakademie Heimbach/Eifel. Vom 27. April bis zum 15. Juni steht die mittelalterliche Burg ganz im Zeichen des New Yorker Pop-Art-Stars.

Sie freuen sich auf Pop-Art-Künstler Charles Fazzino in Deutschland: Schirmherr Wolfgang Spelthahn (2.v.l.), Käthe Rolfink, Akademiedirektor Prof. Zehnder (2.v.r.) und die Vertreter der Sponsoren.

Sie freuen sich auf Pop-Art-Künstler Charles Fazzino in Deutschland: Schirmherr Wolfgang Spelthahn (2.v.l.), Käthe Rolfink, Akademiedirektor Prof. Zehnder (2.v.r.) und die Vertreter der Sponsoren.

In Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative im Kreis Düren e.V. werden bis zu 150 seiner 3-D- Bilder, Grafiken und Objekte zu sehen sein. Sie vermitteln den Besuchern einen Überblick über sein Gesamtwerk. Es wird seine erste museale Ausstellung in Deutschland sein.

Wie die Arbeiten des Ende 2011 verstorbenen James Rizzi, sind auch Charles Fazzinos Bilder sehr farbenfreudig, kontrastreich und bewegt. Sie zeigen das pralle Leben und strotzen vor Details auf allen Ebenen. In den USA wurde Fazzino früh von Galeristen und Sammlern entdeckt und erhielt immer wieder Aufträge. Oftmals schuf er dabei Bilder für Großereignisse wie die Olympischen Spiele oder den Super Bowl.

"Wir sind schon ein wenig stolz darauf, dass Fazzino nach Heimbach kommt und nicht in einem Museum einer der Metropolen ausstellt", strahlte Landrat Wolfgang Spelthahn wäh- rend der Auftaktpressekonferenz im Atelier unter dem Dach der Burg. Als Vorsitzender des Trägervereins der Kunstakademie und Vorstand der Kulturinitiative übernimmt er die Schirmherrschaft der Ausstellung. "Es war ein großes Privileg, ihm in seinem Atelier in New York über die Schulter schauen zu dürfen. Fazzino ist nicht nur ein großer Künstler, sondern auch ein bodenständiger Mensch, charmant und völlig ohne Starallüren", berich- tete er vom Kurzbesuch einer Rur-Delegation im Big Apple. Und weiter: "Fazzino war be- geistert von der Idee, dass wir Schüler aus der gesamten Region zu einem Kreativwettbe- werb aufrufen und Preise ausloben werden. Er wird sogar zu uns kommen, um das per- sönlich zu erleben." Damit nicht genug. Mit reichlich Anschauungsmaterial versorgt, wird er auch ein Kreis-Düren-Bild schaffen – man darf gespannt sein.

"Diese dritte Ausstellung wird sicher ein weiteres Highlight für die gesamte Region", ist sich Katharina Rolfink, Vorsitzende der Kulturinitiative, sicher. Die Eifel soll nicht nur ihr Image als Kunst- und Kulturregion weiter ausbauen, sondern erneut auch wirtschaftlich vom Besucherandrang profitieren. Geld für das ein oder andere Extra wird den Gästen bleiben.

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Der Künstler himself: Charles Fazzino

Der Künstler himself: Charles Fazzino

Denn wie in den Vorjahren gibt es ausgesprochen familienfreundliche Eintrittspreise. Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr sehen die Ausstellung kostenlos, alle anderen zahlen sieben, ermäßigt fünf Euro. Das ist möglich dank finanzieller Unter- stützung der Sparkasse Düren, der Dürener Kreisbahn und der Rurtalbahn, der Stadtwerke Düren, F & S solar aus Euskirchen, des Zweckverbandes Region Aachen und der Eifel- Touristik aus Prüm.

Sein Talent wurde Charles Fazzino in die Wiege gelegt. Sein italienischer Vater war De- signer, seine finnische Mutter Bildhauerin. Mit 15 stellte er erstmals aus, studierte Kunst- geschichte und sammelte wie Rizzi früh Erfahrungen als Straßenkünstler in New York. "Er hat also eine typisch amerikanische Tellerwäscher-Karriere gemacht. Aber er hat Rizzi nicht kopiert, denn sein Stil ist einzigartig und unverwechselbar", urteilte Akademiedirektor Prof. Dr. Frank Günter Zehnder. "Anders als Rizzi benutzt Fazzino Silikonkleber, um zwei oder gar drei Bildebenen zu erzeugen. So kann er einzelne Elemente mit Neigung fixieren und wahlweise auch Vogel- oder Froschperspektiven erzeugen."

Während der fünf Jahre ältere Rizzi vorwiegend um New York kreist, wählt Fazzino zudem Motive aus aller Welt. "Es sind aber immer proppevolle Bilder, dynamisch und mit unge- heuer vielen Details, die den Betrachter neugierig machen und zu immer neuen Entde- ckungen herausfordern. Das stachelt die Fantasie an", so der Kunsthistoriker.

Wie in den beiden Vorjahren ist die Düsseldorfer Galerie Popular Art Partner der Ausstellung.


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