Marienaltar in Gefahr

Aldenhovener Gnadenkapelle hat "nasse Füße"
Von Arne Schenk [23.02.2014, 06.05 Uhr]

Bis zum Holz steht das Wasser steht der Aldenhovener Gnadenkapelle, die Nässe ist durch Mauern und Fundament bis in die Vertäfelung und den Barockaltar gedrungen.

Ein Kompetenzteam aus Mitgliedern von Generalvikariat Aachen, Verwaltungszentrum Schleiden und Kirchenvorstand, arbeitet derzeit an Plänen zur Renovierung. „Die Gnadenkirche war schon vor 2007 ein Thema“, unterstreicht Ralf Herhut vom Kirchenvorstand der Katholischen Pfarrgemeinde St. Martin Aldenhoven.

Allerdings hätten sich die Planungen durch andere Projekte immer wieder verzögert. Doch diesmal ist er sich sicher: „Wir werden mit den Arbeiten dieses Jahr anfangen.“ Innerhalb von 24 Monaten sollen diese abgeschlossen sein.
Der Bauzaun steht schon und zwei Löcher im Boden neben der Kapellenfassade markieren die Arbeit des Gutachters. Durch eine Kernsanierung soll von außen Wasser daran gehindert werden, weiter in das Fundament einzudringen. Die Finanzierung – um die 100000 Euro sind veranschlagt – steht bereits. Dies gilt leider noch keineswegs für die Innensanierung zu einem ähnlich hohen Betrag. „Innen sind wir immer noch bei den Anfängen“, erklärt Herhut.

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.„Es ist keine leichte Zeit für St. Martin“, bekräftigt Edgar Breuer, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, und spielt hier auch auf die pfarrerlose Situation der Merzbachgemeinde seit 2011 an. Zugleich lobt er die große Unterstützung: Neben Pfarrer Alfred Bergrath, der als Pfarradministrator auch seelsorgerische Pflichten übernimmt, und Gemeindereferentin Petra Bungarten sind rund 200 ehrenamtliche Kräfte tätig, im vergangenen Jahr als „Lebendige Schätze“ im Bistum Aachen geehrt. Die Beteiligten hoffen daher auch weiter auf die Spendenbereitschaft für das prominente Bauwerk ihrer Gemeinde, so dass es auch für die kommenden Generationen ein Ort der Zuflucht ist. Über 50000 Euro sind bislang für die Kapellenrenovierung eingegangen.

„Alles, was noch an Altbestand vorhanden ist, soll erhalten werden“, unterstreicht Ralf Herhut, „der Altar hat Priorität.“ Immerhin ist das Prunkstück aus dem 17. Jahrhundert, von Schädlingen befallen und muss vorsichtig restauriert werden. Dort ist auch die geschnitzte Madonna im Strahlenkranz, das Gnadenbild, in einem mit Edelsteinen und wertvollem Schmuck verzierten Kasten aufbewahrt. Wegen dieses Bildes pilgern Gruppen nach Aldenhoven, so dass bereits 1659 Herzog Philipp Wilhelm von Jülich die Gnadenkapelle erbauen ließ. Der Traum von Edgar Breuer und Ralf Herhut ist es, dass nach der Renovierung die Wallfahrts-Prozessionen wieder den Weg durch die Kapelle nehmen, so wie sie beide es von früher her kennen.

Spenden unter dem Stichwort „Gnadenkapelle“ auf dem Konto 300 2857 021 bei der Raiffeisenbank Aldenhoven, IBAN DE24 3706 9103 3002 8570 21, BIC GENODED1AL entgegen.
Weitere Informationen unter 222.sankt-martin-aldenhoven.de


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