Streifzug durch Gärten, Parks und Landschaften mit dem Kreisbuch Düren
Von Josef Kreutzer [07.12.2013, 08.34 Uhr]

Landrat Wolfgang Spelthahn, Redaktionsleiter Ludger Dowe (r.), Verleger Bernd Hahne (2.v.l.) und einige der Autoren präsentieren das neue Kreisjahrbuch, das ab sofort zum Preis von zehn Euro erhältlich ist.

Landrat Wolfgang Spelthahn, Redaktionsleiter Ludger Dowe (r.), Verleger Bernd Hahne (2.v.l.) und einige der Autoren präsentieren das neue Kreisjahrbuch, das ab sofort zum Preis von zehn Euro erhältlich ist.

Knapp 200 höchst gehaltvolle Seiten zum Schnäppchenpreis von zehn Euro: Das bietet alljährlich das Jahrbuch des Kreises Düren. Die Ausgabe 2014, die ab sofort im örtlichen Buchhandel erhältlich ist, lädt zu einem Streifzug durchs Grüne ein. "Gärten, Parks und Landschaften" sind diesmal das Schwerpunktthema.

Die ehrenamtlich tätigen Autoren bringen ihren Lesern weitgehend unbekannte, weil nicht öffentlich zugängliche Naturoasen wie den Park der Burg Gladbach, den Schillingspark in Gürzenich und die Bergehalde Emil Mayrisch nahe. Zudem laden sie sie zur Besichtigung auf das Gelände des Gartenbauvereins Jakob Triem in Aldenhoven ein und erläutern ihnen den Wert der im Frühling buntgetupften Streuobstwiesen in Wort und Bild. Um Kunst geht in einem Aufsatz, der Erwin Gross gewidmet ist, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Landschaftsmaler. Hier stellt der berühmte Jülicher Landschaftsmaler Johann Wilhelm Schirmer das Bindeglied zum Kreis Düren her.

Dass Gärten mehr sein können als nützlich oder ästhetisch schön, zeigt sich im Hospizgarten in Abenden. Im stetigen Wandel, im Werden und Vergehen klingen philosophische Fragen an – da taucht der griechische Philosoph Epikur auf und auch Buddha. Wie er wurde, was er ist, heißt es im Falle des Dürener Stadtparks, dessen Geschichte von der Eröffnung im Jahr 1896 bis zum jüngsten Mundartfestival in Wort und Bild nachgezeichnet wird.

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Beim Blick in den Rückspiegel erscheint zudem der Renaissancegarten in der Zitadelle Jülich. Mit dem Naturverständnis der Menschen im Hier und Jetzt haben es dagegen die 18 ehrenamtlichen Landschaftswarte zu tun, die die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Düren unterstützen; stellvertretend kommt Andreas Schneider aus Langerwehe zu Wort.

Freie Themen bestimmen den zweiten Teil des Buches. Bernd Hahne, in dessen Verlag das Kreisjahrbuch erscheint, zeichnet anlässlich des Jubiläums 125 Jahre Rheinischer Blindenfürsorgeverein die Geschichte der Blindenförderung in Düren nach. Ein weiteres Jubiläum: Seit 25 Jahren erinnern zehn Rückriem-Stelen in Düren als dezentrale Denkmäler an die Gräueltaten der Nationalsozialisten.

In einem weiteren Kapitel wird das grundlegende Wirken des Gymnasiallehrers und Historikers Dr. August Schoop ausgebreitet, der unermüdlich als Chronist gewirkt hat und dem in Düren eine Straße gewidmet ist. "Fortsetzung im nächsten Kreisjahrbuch" heißt es am Ende nicht ohne Grund. "Schon nach der ersten Redaktionssitzung haben wir immer weit mehr Themen, als Platz im Buch vorhanden ist", berichtete Redaktionsleiter Ludger Dowe vom sprudelnden Ideenreichtum der festen und freien Autoren.

Landrat Wolfgang Spelthahn würdigte einmal mehr die inhaltliche Bandbreite des Buches und die hohe Qualität der einzelnen Beiträge: "Ihnen ist wieder ein hervorragendes Werk gelungen, in dem enorm viel Arbeit steckt." Auf lange Sicht erweise sich der Wert der Jahreschronik als gedrucktes Gedächtnis, denn in dem abschließenden Teil sind stets die wichtigsten Ereignisse aus Sicht des Kreises und seiner 15 Städte und Gemeinden abgespeichert.


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