758.000 Euro für berufliche Teilhabe Behinderter im Kreis Düren
Von Redaktion [10.10.2013, 16.47 Uhr]

Mit 34,2 Millionen Euro hat das Integrationsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) im vergangenen Jahr die Teilhabe von schwerbehinderten Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt gefördert. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht des LVR-Integrationsamtes 2012/2013 hervor. Im Kreis Düren haben das LVR-Integrationsamt und die örtliche Fürsorgestelle Menschen mit Behinderung und ihre Arbeitgeber mit über 758.000 Euro unterstützt. In 197 Fällen wurden behinderte Menschen im Beruf und ihre Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber finanziell gefördert und damit Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap geschaffen oder gesichert.

Rheinlandweit konnte in 2012 für 1.110 schwerbehinderte Frauen und Männer ein neuer Arbeits- oder Ausbildungsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden. "Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein merkliches Plus - aber der Wirtschaftsaufschwung kommt bei Menschen mit Behinderung nicht im gleichen Maße wie bei der Gesamtbevölkerung an. Sie sind deutlich häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen", erläutert LVR-Sozialdezernentin Martina Hoffmann-Badache.

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Positiv falle auf, dass immer mehr Unternehmen präventiv im Bereich der Gesundheitsfürsorge tätig würden. "Besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, gerade junge Menschen mit Behinderung bei der Arbeitsplatzsuche zu unterstützen und Beschäftigten einer Werkstatt für behinderte Menschen den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen", so Hoffmann-Badache weiter. Die verschiedenen Förderprogramme und Maßnahmen dazu hat der LVR in seinem "LVR-Budget für Arbeit" gebündelt.

Die vom LVR-Integrationsamt aufgewendeten Mittel sind keine Steuergelder, sondern Mittel der Ausgleichsabgabe. Diese Abgabe müssen Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern entrichten, die weniger als fünf Prozent schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Im Arbeitsagenturbezirk Aachen-Düren liegt die Beschäftigungsquote bei 4,3 Prozent (private Arbeitgeber: 3,8 Prozent; öffentliche Arbeitgeber: 5,9 Prozent) und somit unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert. Der Kreis Düren beschäftigt als kommunaler Arbeitgeber 8,8 Prozent schwerbehinderte Männer und Frauen.

Der Jahresbericht 2012/2013 des LVR-Integrationsamtes kann im Internet bestellt werden unter www.lvr.de/Publikationen


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