Elektro-Fahrräder auf Alltagstauglichkeit getestet

Pedelec-Verleih-Station in Nideggen-Berg am Start
Von Redaktion [03.10.2013, 06.42 Uhr]

Zum offiziellen Start der Pedelec Station Berg präsentierten die beteiligten Akteure die Pedelec Flotte. Bürgermeisterin Göckemeyer war zu diesem Anlass mit ihrem eigenen Pedelec angereist.

Zum offiziellen Start der Pedelec Station Berg präsentierten die beteiligten Akteure die Pedelec Flotte. Bürgermeisterin Göckemeyer war zu diesem Anlass mit ihrem eigenen Pedelec angereist.

In Nideggen-Berg ergeben sich für die Bürger ganz neue Möglichkeiten, ihre täglichen Erledigungen zu tätigen. Ab sofort können die Bewohner des Eifeldorfs, an drei Stationen im Ort kostenlos Pedelecs auszuleihen, um diese für ihre Alltags- und Freizeitaktivitäten zu nutzen. Mit Unterstützung des LEADER-Projekts „E-ifel mobil“ möchte man dort in einer sechsmonatigen Testphase die gemeinsame Nutzung der elektrischen Fahrräder erproben und beweisen, dass man auch ohne Auto auf dem Land mobil sein kann.

Dass dies gut möglich ist, bewies Bürgermeisterin Göckemeyer, die zu dem offiziellen Start des Projekts mit ihrem Pedelec nach Berg kam. „In sieben Minuten bin ich vom Rathaus zum Hofladen nach Berg gefahren, das ist unschlagbar“ so Göckemeyer. Weiterhin lobte sie die Unterbringung der Stationen im ortsansässigen Hofladen, Senioren Domizil und Hotel-Restaurant. „So können unterschiedliche Nutzergruppen angesprochen werden, für die Senioren zum Beispiel ist das Pedelec ein geeignetes Verkehrsmittel um länger mobil und agil zu bleiben.“ Magarethe Lersch vom Amt für Kreisentwicklung und -straßen des Kreises Düren betont, dass das Angebot den Ort auch für Touristen attraktiver macht. „Insofern ist die Verleih-Station im Hotel-Restaurant Rosenflora gut untergebracht. Nach der Tesphase kann ich mir dort ein dauerhaftes Angebot gut vorstellen“, so Lersch. Uwe Kolke, Geschäftsführer der Firma Eifelrad, fügte hinzu: „Mit einem Pedelec wird die Eifel barrierefreier.“ Selbst auf hügeligen Terrain kann man so mit geringer Anstrengung auch weitere Strecken zurücklegen. Dabei ist man dann umweltfreundlich und kostengünstig unterwegs und tut noch etwas für seine Gesundheit.

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Aufgrund der vielen überzeugenden Aspekte hat man sich in Berg dazu entschlossen, das Verkehrsmittel Pedelec sechs Monate lang auf dessen Alltagstauglichkeit zu prüfen. Bei der Planung und Durchführung der Testphase der Pedelec-Station werden die Bürger von der LAG Eifel und dem Kreis Düren unterstützt. Die praktische Umsetzung vor Ort wurde mit großem Engagement von Sandra Kirch aus Berg vorangetrieben. In Heike Hurtz, Susanne Rak und Beatrix Schumacher fand sie engagierte Projektpartnerinnen, die auch gleich in ihren Betrieben jeweils eine Station einrichteten. Dort kann man sich zu den Öffnungszeiten die elektrischen Fahrräder ausleihen. Das Angebot richtet sich an alle Bewohner des Ortes und ist zunächst gebührenfrei. Die Buchung kann ganz bequem per E-Mail, telefonisch oder direkt an den Stationen erfolgen. Ein Internetauftritt mit Online-Kalender, zu finden unter www.heikes-hoflaedchen.de, gibt Auskunft über die Verfügbarkeit der Fahrzeuge und informiert umfassend über das Angebot. Die Ergebnisse der Testphase werden im Frühjahr nächsten Jahres ausgewertet. Die Initiatoren des Pedelec-Projekts vor Ort hoffen schon jetzt, ein dauerhaftes Angebot für ihren Ort entwickeln zu können.

Vor allem Menschen ohne eigenes Auto oder Führerschein könnten von einem dauerhaften Pedelec-Angebot profitieren und auch in Zukunft selbständig weitere Strecken zurücklegen, zum Beispiel wenn sie Freunde im Nachbarort besuchen möchten. Auch die knapp drei Kilometer nach Nideggen werden für viele dank Pedelec auch ohne Auto möglich sein, trotz steilerem Anstieg. Bestandteil der Pedelecflotte ist ein elektrisches Lastenrad. Dieses kann bis zu 100 Kilo in ihrer Transportbox befördern und eignet sich somit zum Einkaufen in Nideggen oder am Hofladen.

Die Pedelec-Station Berg wird im Rahmen des LEADER-Projekts „E-ifel mobil“ umgesetzt und ist das dritte von voraussichtlich sechs Modellprojekten in Dörfern der Eifel, bei denen Möglichkeiten für den Wandel zur nachhaltigen Mobilität gezeigt werden sollen.


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