Aldenhovener Wallfahrtsteam ist "Lebendiger Schatz"
Von Arne Schenk [27.09.2013, 10.37 Uhr]

Auszeichnung des Wallfahrtsteams durch Weihbischof Reger und Renate Müller vom Katholikenrat.

Auszeichnung des Wallfahrtsteams durch Weihbischof Reger und Renate Müller vom Katholikenrat.

Wallfahrtsorte als Stätten des Glaubens seien wichtiger und bedutsamer als die Machtzentren von Politik und Wirtschaft in den großen Städten der Welt, verwies Weihbischof Karl Reger auf die Rede von Papst Johannes Paul II in Kevelaer 1987. So wurde das Marienwallfahrtsteam Aldenhoven in der Region mit der Urkunde „Lebendige Schätze im Bistum Aachen“ ausgezeichnet.

Wie verschwenderisch der Geist Gottes mit seinen Gaben ist, erlebe sie in dem gerade laufenden Gottesdienst in Aldenhoven, unterstrich Renate Müller vom Diöze-sanrat der Katholiken im Bistum Aachen während des Pontifikalamtes zum Abschluss der Marienoktav in der Aldenhovener Martinuskirche, wo sie die Urkunde im Namen von Bischof Heinrich Mussinghoff überreichte. Sie erinnerte daran, dass diese Auszeichnung bereits seit 1975 verliehen wird, um lebendige Glaubensgemein-schaften wahrzunehmen, die sich in gelebtem Engagement manifestiere.

„Menschen, die ein lebendiges Zeugnis geben, haben Namen“, erklärte sie und stellte dann das Aldenhovener Team vor: Maria Landvogt, Josef Huwer, Andrea Jansen, Rita Nau, Rita Pinell und Marianne Blanche, die allerdings nicht bei der Verleihung anwesend sein konnte. Weiterhin gehört auch Pastoralreferentin Petra Bungarten zu dem Team. Sie hob hervor, dass mehr als 200 ehrenamtliche Mitarbeiter an der Vor-bereitung beteiligt sein.

Ohne diese wäre die Umsetzung der aus drei Wochen mit jeweils eigenen Themen bestehende Marienwallfahrt nicht möglich sei. Stellvertretend für diese „stillen Helfer“ nannten Petra Bungarten und Renate Müller Sophia Beckers, die sich insbesondere im Rahmen der Betreuung und Verpflegung der Pilger stets verdient macht.

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Kurz nach ihrer Einstellung habe die Pastoralreferentin in Gesprächen von den regen Tätigkeiten der Gemeindemitglieder gehört. Sie habe festgestellt, dass dies eher un-ter- als übertrieben dargestellt worden sei. Ein Verdienst sei dies zum Teil der Bemühungen des ehemaligen Ortspfarrers Rainer Müsers, die Selbstständigkeit seiner Gemeinde zu fördern.

Seit dem Weggang dessen Nachfolgers im Jahr 2011 musste das Wallfahrtsteam die Organisation allein bewältigen, erhielt aber kräftig Hilfestellung von Pfarradministrator Hans-Otto von Danwitz, der bei Anfragen jederzeit zur Verfügung stand. Immerhin gehört zu den Aufgaben der Wallfahrtsgruppe neben der Terminierung der Oktaven, der einzelnen Gottesdienste und der Bewirtung der Pilgergruppen auch die Suche nach Priestern und Themen für die jährliche Wallfahrt sowie Unterthemen für die ein-zelnen Oktaven sowie die Gestaltung der Schlussandacht – und dies alles trotz Priestervakanz.

„Was ER euch sagt, das tut!“, lautete das Thema der diesjährigen Wallfahrt nach Johannes 2,5. Diese Marienwallfahrt sei mit den drei Worten „Hören – Bedenken – Handeln“ überschrieben worden, bemerkt Weihbischof Karl Reger während des Pontifikalamtes, das er gemeinsam mit dem Dürener Regionaldekan Hans Doncks, den Pfarrern Alfred Bergrath und Heinrich Bongard sowie Diakon Arnold Hecker zele-brierte. Dabei zeichnete Reger Maria als Muttergottes keineswegs als „seelenloses, marionettenhaftes“ Wesen, sondern als junge Frau, die wissen will, worum es gehe, und sich ganz bewusst dafür entscheidet, bei der Menschwerdung Gottes und bei der Erlösung der Welt mitzuwirken.

Dann wandte er sich an das Wallfahrtsteam und hob dessen Einzigartigkeit hervor: „Es ist ein Wunder, dass es keine zweiten Menschen wie sie gibt.“ Für ihren Einsatz verdiene das Team gerade deshalb die Auszeichnung, weil es seine Kraft für den Dienst an den Menschen speziell aus der Botschaft Jesu beziehe.


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