Barrierefreie Bohlenwege im Naturschutzgebiet "Todtenbruch"
Von Josef Kreutzer [25.07.2013, 16.18 Uhr]

Eröffnung des neuen barrierefreien Bohlensteges durch Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch (re.), Kreisdezernent Hans Martin Steins (mi.) und Forstdirektor Konrad Hecker

Eröffnung des neuen barrierefreien Bohlensteges durch Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch (re.), Kreisdezernent Hans Martin Steins (mi.) und Forstdirektor Konrad Hecker

Pünktlich zu Ferienbeginn wurde der neue Teilabschnitt des Bohlensteges im Todtenbruch offiziell eröffnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Zwischen Seggenried und Bruchwald bietet der Todtenbruch in der Gemeinde Hürtgenwald Besuchern auf einer über 1.100 Meter langen Steganlage hautnahe Mooratmosphäre.

Mit dem erweiterten Bohlensteg können nun auch Menschen mit Mobilitätseinschränkung, sei es im Rollstuhl oder mit Rollator, das einzige Hochmoorgebiet im Kreis Düren besuchen. Und für Familien, die mit Kinderwagen unterwegs sind, ist der Spaziergang durch das Naturschutzgebiet nun viel einfacher.

Bei der Umsetzung der Maßnahme im Bereich des Hochmoors wurde kein neuer Weg angelegt, sondern der bereits bestehende Wanderweg für Menschen mit Behinderungen erlebbar gemacht. Der Umbau und die Erweiterung des Bohlenstegs, speziell für Menschen mit Behinderung, erfolgte in enger Zusammenarbeit von Unterer Landschaftsbehörde des Kreises Düren, dem Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde, der Gemeinde Hürtgenwald und dem Naturpark Nordeifel im Rahmen des Ziel-2-Projektes „Naturerleben für Alle in Natura 2000 Gebieten der Eifel“.

Bei den Maßnahmen im sensiblen Lebensraum Moor mussten die naturschutzfachlichen Belange mit den Bedürfnissen von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen kombiniert werden. Um eine optimale Umsetzung der Barrierefreiheit innerhalb des Naturschutzgebietes zu erreichen, stand mit der NAtKo (Nationale Koordinationsstelle Tourismus für Alle e.V.) ein externer Berater vor Ort zur Seite.

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Vom neuen, rund 400 Meter langen Bohlensteg, der durch unterschiedliche Waldbereiche führt, profitiert neben den Besuchern auch der Naturschutz in optimaler Weise. Er ermöglicht Menschen mit Mobilitätseinschränkungen einen komfortablen Weg durch den Wald ohne Unebenheiten wie Steine und Wurzeln und lenkt gleichzeitig die Besucher auf einer vorgegebene Strecke durch das Schutzgebiet. Somit werden der Anteil an Spaziergängern abseits der Wege minimiert und Erosionsschäden verhindert.

Neben dem Bohlensteg im Todtenbruch gibt es in den Naturschutzgebieten „Ruraue“ und „Drover Heide“ zwei weitere barrierefreie Wanderwege im Kreis Düren. Erkunden kann man die Naturschutzgebiete entweder auf eigene Faust oder unter fachkundiger Führung. So bietet u.a. die Biologische Station Düren barrierefreie Exkursionen an, um auch Menschen mit Behinderung einen tieferen Einblick in die Besonderheiten der Gebiete und in die Naturschutzarbeit zu ermöglichen.


Nach der erfolgreichen Realisierung von Naturerlebnisbausteinen im Rurtal (Naturerlebniszentrum Heimbach 2000, Landschaftsentdeckungspfad Nideggen 2001 und Landschaftsentdeckungspfade Rurtal beziehungsweise Üdingen/Boich 2004), die sich mittlerweile einer großen Beliebtheit erfreuen, setzt die Untere Landschaftsbehörde (ULB) des Kreises Düren ihren zielgerichteten Weg zur Forcierung der Naturerlebnisqualität mit dem Projekt „Natur für Alle in Natura-2000-Gebieten“ konsequent fort.


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