40,5 neue Stellen im Kreis Düren sollen sparen helfen
Von Josef Kreutzer [18.07.2013, 09.02 Uhr]

Der Kreis Düren muss sparen. Doch anstatt Stellen abzubauen, will er rund 40 neue schaffen, um künftig pro Jahr 5,8 Millionen Euro zu sparen. Was sich zunächst widersinnig anhört, ist das Ergebnis einer umfassenden Analyse der in Sachen Haushaltskonsolidierung erfahrenen Unternehmensberatung Rödl & Partner.

Die Experten haben die drei Bereiche unter die Lupe genommen, in die ein Großteil des Kreishaushaltes fließt: das Amt für Familie, Senioren und Soziales, das Jugendamt sowie die job-com. Das Hauptaugenmerk legten sie dabei auf die Steigerung von Einnahmen und die Senkung von Ausgaben. Unter dem Strich standen am Ende sieben Millionen Euro, die der Kreis jährlich einsparen kann. Voraussetzung: mehr Personal in diesen drei Ämtern und zwar möglichst bald.

Konkret soll das Amt für Familie, Senioren und Soziales mit 3,5 Mehrstellen rund eine Million Euro sparen, das Jugendamt mit elf zusätzlichen Stellen etwa vier Millionen, die job-com, deren Personal teils aus Bundes-, teils aus Kreismitteln finanziert wird, soll den Kreishaushalt mit 21 neuen Stellen um rund zwei Millionen Euro entlasten – jeweils jährlich.

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Das soll möglich sein, indem das zusätzliche Personal mit dazu beiträgt, Hilfebedürftige so zu fördern, dass sie ihre Hilfebedürftigkeit möglichst schnell überwinden oder diese zumindest möglichst gering bleibt.

Auch der Querschnittsbereich der Kreisverwaltung soll um fünf neue Stellen aufgestockt werden, um den Zuwachs zu bewältigen und die Umsetzung der Maßnahmen intensiv zu kontrollieren. Nach Abzug der zusätzlichen Personal- und Querschnittskosten für die 40,5 Mehrstellen steht unter dem Strich das genannte Einsparpotenzial von rund 5,8 Millionen Euro jährlich.

Bei der Vorstellung in der Bürgermeisterkonferenz und im Kreistag ist das Konsolidierungsprojekt auf breite Zustimmung gestoßen. Darüber freut sich Landrat Wolfgang Spelthahn: "Das Konzept stellt überzeugend dar, dass wir durch gezielte Investitionen in Personal unter dem Strich viel Geld sparen können."

Die Entscheidung, ob die zusätzlichen Stellen eingerichtet werden, liegt beim Kreistag.


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