Politikerinnen informieren sich über Integrationsarbeit des Kreises
Von Redaktion [17.07.2013, 17.56 Uhr]

(v. li. n. re.): Gudrun Zentis, Sybille Haussmann, Jutta Velte und Landrat Wolfgang Spelthahn tauschen sich über die Integrationsarbeit aus.

(v. li. n. re.): Gudrun Zentis, Sybille Haussmann, Jutta Velte und Landrat Wolfgang Spelthahn tauschen sich über die Integrationsarbeit aus.

Gleich zwei Landtagsabgeordnete, Gudrun Zentis und ihre Kollegin Jutta Velte, die migrationspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, besuchten das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Düren. Die RAA wurde im Dezember 2012 zum Kommunalen Integrationszentrum weiter entwickelt und die Zuschüsse des Landes aufgestockt.

Nun wollten die beiden Politikerinnen sich ein Bild von der Arbeit vor Ort machen. Landrat Wolfgang Spelthahn und die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Sybille Haussmann, berichteten über den Arbeitsalltag und die vielfältigen Aufgaben. Insbesondere wurde die Frage erörtert, welche Bedeutung Integration von Migranten im ländlichen Raum hat. "Natürlich richten wir unser Hauptaugenmerk auf die Stadt Düren, weil hier einfach die meisten Herausforderungen zu bewältigen sind. Aber auch die Schulen in der Eifel und in der Jülicher Börde profitieren von unserer Arbeit, indem wir immer dort, wo Kinder ohne Deutschkenntnisse in die Schule kommen, ehrenamtliche Sprachpaten vermitteln oder Dolmetscher für Elterngespräche.

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Immerhin kommen jedes Jahr 100 bis 150 schulpflichtige Kinder und Jugendliche aus dem Ausland in im gesamten Kreisgebiet an, die eine besondere Förderung brauchen." erläutert Sybille Haußmann. Landrat Wolfgang Spelthahn ergänzt, er begrüße sehr, dass viele Erzieherinnen auch aus den ländlichen Einrichtungen die Fortbildungen des Kommunalen Integrationszentrums besuchen und ihre Arbeit interkulturell ausrichten.

"Heute müssen wir alle lernen uns in einem kulturell sehr vielfältigen Umfeld zu bewegen. Gerade angesichts einer sich immer schneller vollziehenden Globalisierung müssen wir schon den kleinen Kindern die Fähigkeit mit geben, andere Kulturen, Sitten und Sprachen zu respektieren und als Bereicherung zu erfahren. Im ländlichen Raum, wo das vielleicht noch nicht so selbstverständlich ist, liefert das Kommunale Integrationszentrum wichtige Impulse." so der Landrat. Die beiden Politikerinnen fahren mit vielen neuen Anregungen im Gepäck zurück nach Düsseldorf und können diese an die neu einzurichtenden Kommunalen Integrationszentren im Land weiter geben.


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