Dr. Stephan Kufferath ist "Botschafter der Wirtschaft des Kreises Düren"

Markenprofil "Kreis Düren" muss geschärft werden
Von Josef Kreutzer [04.07.2013, 16.21 Uhr]

Für das gelungene Wirtschaftsforum dankte Landrat Spelthahn den Referenten (v.r.) Prof. Daniel Wentzel und Prof. Johannes Gartzen, bei Dr. Stephan Kufferath sowie Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Wirtschaftsförderin Anette Reinholz.

Für das gelungene Wirtschaftsforum dankte Landrat Spelthahn den Referenten (v.r.) Prof. Daniel Wentzel und Prof. Johannes Gartzen, bei Dr. Stephan Kufferath sowie Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Wirtschaftsförderin Anette Reinholz.

Der Kreis Düren rollt der Wirtschaft den roten Teppich aus: Beim gemeinsam von der Bezirksregierung Köln und der Wirtschaftsförderung Kreis Düren veranstalteten Wirtschaftsforum, das am Dienstagabend auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte Peill & Putzler stattfand, brauchten die 230 Gäste aus der regionalen Wirtschaft, Politik, Forschung und Verwaltung die imposante Halle mit dem stillgelegten Ringofen nicht zu suchen. Der edle Stoff aus der Produktion der Dürener Fabrik Anker Teppichboden wies ihnen den Weg ins reizvolle Gemäuer. Der rote Faden des Abends, zu dem die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken und Landrat Wolfgang Spelthahn gemeinsam eingeladen hatten, war das "Standortmarketing im Kreis Düren".

Der Kreis Düren mit seiner langen industriellen Tradition ist Heimat vieler hochkarätiger Firmen, darunter Technologie- oder gar Weltmarktführer. Aber den wenigsten Menschen ist das bewusst. Anker ist ein Beispiel für diese "Hidden Champions", also versteckten Sieger. "Wir haben in der Wirtschaft, in Wissenschaft und Forschung ein riesiges Potenzial im Kreis Düren und der Region Aachen, um das uns andere sicher beneiden. Aber wir müssen unsere Vorzüge deutlicher sichtbar machen, und zwar gebündelt mit den Kräften der ganzen Region", unterstrich Landrat Wolfgang Spelthahn in seiner Begrüßung den Bedarf nach mehr Scheinwerferlicht. "Im neuen Zweckverband Region Aachen fühlen wir uns da bestens aufgehoben."

Wie man Scheinwerfer anschaltet, legte Daniel Wentzel dar, Professor für Marketing an der RWTH Aachen. Ob Mineralwasser oder Auto, für "Marken" geben Menschen gerne mehr Geld als nötig aus. Wer mit guter Qualität und emotionalem Mehrwert ein Markenprodukt schafft, habe einen Wettbewerbsvorteil. Das Einmaleins des Marketings lasse sich auch auf Regionen übertragen. "Wir können alles. Außer Hochdeutsch": Mit diesem Slogan habe Baden-Württemberg sein angestaubtes Image seit 1999 kräftig aufpoliert. Heute würden die Schwaben von anderen viel positiver wahrgenommen. "Sie sind erfolgreich, weil sie menschlich sind", brachte Wentzel die Kampagne auf den Punkt. Für den Kreis Düren laute die Hausaufgabe deshalb: Wie wollen wir künftig von welchen Zielgruppen wahrgenommen werden? Und wie erreichen wir das?

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Substanz für ein Markenprodukt habe der Kreis Düren reichlich, unterstrich Prof. Dr. Johannes Gartzen, langjähriger Ingenieurwissenschaftler an der FH Aachen und nun Aufsichtsratsvorsitzender der regionalen Wirtschaftsförderung AGIT. Papier, Maschinenbau, Energie und eine einzigartige Forschungsinfrastruktur: "Erste Ansätze zur Positionierung einer regionalen Marke sind da. Allerdings muss das Markenprofil geschärft werden."

Die Vorzüge des Kreises Düren in die weite Welt tragen, darin ist Dr. Stephan Kufferath seit langen Jahren geübt. Als Vorstand der Metallweberei GKD (ein weiterer "Hidden Champion") ist er die meiste Zeit des Jahres unterwegs, da das erfolgreiche Unternehmen Betriebsstandorte rund um den Globus hat. Er wurde jetzt unter dem Beifall der Gäste zum "Botschafter der Wirtschaft des Kreises Düren" ernannt. Die Urkunde überreichten ihm Landrat Wolfgang Spelthahn und Regierungspräsidentin Gisela Walsken gemeinsam.

"Ich sehe das weniger als persönliche, sondern als eine stellvertretende Auszeichnung, denn viele andere Geschäftsleute machen das genauso wie ich", sagte Dr. Stephan Kufferath. Und gab in der ehemaligen Lampenfabrik gleich eine Kostprobe seines Geschicks, den Kreis Düren zum Leuchten zu bringen, anstatt ihn - "Schublade auf, Klischee raus" – nach Köln einzugemeinden. Gerne lade er seine Geschäftspartner auch zur Betriebsbesichtigung nach Düren ein, Ausflug in die Umgebung inbegriffen.

Sich mit eigenen Augen überzeugen: Das galt auch für die feine Leistungsschau erfolgreicher Unternehmen aus dem Kreis Düren, die das Wirtschaftsforum abrundete. Als Organisatoren vor Ort boten Anette Reinholz und ihr Team der Wirtschaftsförderung des Kreises Düren den Firmen eine Bühne. Die Backsteinkulisse der ehemaligen Glashütte ist ohnehin einmalig. Gerd Pelzers Leistung, sie wieder mit Arbeit und Leben gefüllt zu haben, wurde ausdrücklich gewürdigt.

Auch Regierungspräsidentin Gisela Walsken war beeindruckt und nannte die Veranstaltung im Kreis Düren "eines der besten aller bislang veranstalteten Wirtschaftsforen".


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