Düren: Berufskolleg Kaufmännische Schulen setzt auf Sonne
Von Josef Kreutzer [08.07.2013, 07.26 Uhr]

Am Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Düren rechnet man mit der Sonne. Auf dem Dach der kreiseigenen Schule erzeugt eine leistungsfähige Photovoltaikanlage Strom, mit dem ein gutes Dutzend Durchschnittshaushalte prima auskäme. Ein mobiler Solarkocher bündelt die himmlischen Strahlen so stark, dass Wasser kocht und Würstchen brutzeln. Und draußen auf dem Schulhof setzt sich ein dreirädriges Gefährt geräuschlos in Bewegung, angetrieben von Sonnenenergie.

Das Solarmobil rollt: Schulleiter Dr. Karl Wolff, Fachlehrer Jörg Thommessen und Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.) freuen sich mit den Schülern des Berufskollegs Kaufmännische Schulen, dass deren Gemeinschaftswerk so gut gelungen ist.

Das Solarmobil rollt: Schulleiter Dr. Karl Wolff, Fachlehrer Jörg Thommessen und Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.) freuen sich mit den Schülern des Berufskollegs Kaufmännische Schulen, dass deren Gemeinschaftswerk so gut gelungen ist.

Stolz sind die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11 des Wirtschaftsgymnasium vor allem auf das Solarmobil, denn das haben sie mit Unterstützung ihres Physiklehrers und Haustechnikern des Kreises Düren selbst gebaut. Den schwenkbaren Sonnenkollektor bekamen sie von der Euskirchener Firma F&S Solar concept gestiftet. Er fängt die Sonnenenergie ein, die in zwei speziellen Solarbatterien gespeichert wird. Damit fährt das - allerdings (noch) sitzlose - Mobil auch bei bedecktem Himmel lange Zeit völlig umweltfreundlich.

Auf Knopfdruck rollt das Gefährt geräuschlos an und zischt ab. Im Rahmen eines Pressegesprächs stellten die angehenden Kaufleute jetzt ihren Prototypen vor, der nach Fahrtests stetig optimiert werden soll. Landrat Wolfgang Spelthahn war beeindruckt von dem Gemeinschaftswerk der hochmotivierten Schüler: "Hier wird die Energiewende gelebt!", stellte er erfreut fest. Ohnehin sei der Kreis Düren ein echter Solarkreis, in dem die Nutzung der Sonnenenergie von den Forschern mit Hochdruck vorangetrieben werde. Da passe der Solarpark Inden, der größte landesweit, gut ins Bild.

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Die Sonne arbeitet aber auch für die Kreisverwaltung Düren. Unter Federführung des Zentralen Gebäudemanagements wurden seit 2008 alle geeigneten Dachflächen, acht an der Zahl, mit Photovoltaikanlagen bestückt. So auch die des Berufskollegs Kaufmännische Schulen an der Euskirchener Straße in Düren. F&S Solar concept hat die 255 Module dort montiert. Das über 47 Kilowatt-peak starke Kraftwerk erzeugt - hochgerechnet - 50.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. 35 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid werden in dieser Zeit vermieden, eine saubere Sache also. Investor ist Markus Hegemann, der Kreis profitiert als Vermieter der Dachfläche von dem Projekt.

Die Sonne arbeitet nicht im Verborgenen. Gemeinsam mit Schulleiter Dr. Karl Wolff nahm Landrat Wolfgang Spelthahn den Leistungstachometer im Eingangsbereich der Schule in Betrieb. Auf dem Monitor erscheinen alle wissenswerten Daten. Ein Foto der Anlage zeigt, woher der saubere Strom kommt.


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