20 Jahre Rurtalbahn

Erfolgsgeschichte made im Kreis Düren
Von Josef Kreutzer [06.06.2013, 15.41 Uhr]

Zum 20-jährigen Bestehen gratulierte auch Höhner-Sänger Henning Krautmacher, den Geschäftsführern der Rurtalbahn Guido Emunds (l.), Achim Schmitz und Hans-Peter Nießen (v.r.) sowie Wolfgang Spelthahn, Vorsitzender des Aufsichtsrates (M).

Zum 20-jährigen Bestehen gratulierte auch Höhner-Sänger Henning Krautmacher, den Geschäftsführern der Rurtalbahn Guido Emunds (l.), Achim Schmitz und Hans-Peter Nießen (v.r.) sowie Wolfgang Spelthahn, Vorsitzender des Aufsichtsrates (M).

Für die Deutsche Bahn war die Schienenstrecke Heimbach-Jülich ein halbtoter Ast, von dem sie sich gern getrennt hat. Der Kreis Düren nahm ihn, hauchte ihm neues Leben ein und zog aus dem Pflänzchen einen Baum, der unter dem Namen Rurtalbahn längst reiche Früchte trägt. Unter dem Motto "Seit 20 Jahren gemeinsam unterwegs" feierte das Unternehmen jetzt seinen runden Geburtstag und blickte auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurück.


Dazu begrüßte Geschäftsführer Achim Schmitz viele langjährige Weggefährten und Partner im Restaurant der Arena Kreis Düren. Prominenter Gratulant war Henning Krautmacher, Frontmann der Höhner, die zurzeit (bis zum 9. Juni) mit dem Circus Roncalli auf dem Annakirmesplatz gastieren. Krautmachers humorvolle Rede ("die Höhner bestehen seit über 40 Jahren") endete mit einem Geburtstagsständchen.

Zwei Weichenstellungen haben die Rurtalbahn zu dem gemacht, was sie heute ist: ein bestens aufgestelltes, flexibles mittelständisches Unternehmen, das von Jahr zu Jahr wächst. Den rund 100 Gästen rief Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Rurtalbahn, diese beiden Meilensteine ins Gedächtnis zurück. "Zunächst war da – nach heftiger politischer Debatte - die Übernahme der Strecke entlang der Rur ins Eigentum des Kreises." Am Ende sei die richtige Entscheidung getroffen worden, stellte Landrat Wolfgang Spelthahn fest und würdigte dabei die Rolle seines Vorvorgängers Adi Retz.

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Künstler Otmar Alt gestaltete 2002 einen Regionsprinter.

Künstler Otmar Alt gestaltete 2002 einen Regionsprinter.

Zahlen belegen den Erfolg eindrucksvoll: Zählte die Rurtalbahn 1993 noch 1700 Fahrgäste pro Tag entlang der Rur, so sind ihre Züge heute tagtäglich für 7400 Menschen das Verkehrsmittel ihrer Wahl. Die Anschaffung neuer Triebwagen und die Verlängerung des Nordastes über Jülich hinaus bis Linnich sind weitere Etappen der Erfolgsgeschichte auf der Hausstrecke.

2003 stieg die RATH-Gruppe, namentlich die Familie Schmitz, bestehend aus Vater Ewald und seinen Söhnen Ralf, Achim und Thomas, sowie Hans-Peter Nießen, in das Unternehmen ein. "Das war für uns ein Glücksgriff", so Landrat Wolfgang Spelthahn. Auf sein Betreiben hin wurde die Rurtalbahn GmbH gegründet, um auch jenseits der Kreisgrenzen aktiv werden zu können. Ziel war es, vor allem vom boomenden internationalen Güterverkehr auf der Schiene zu profitieren.

Diese Rechnung ging glänzend auf. Landrat Wolfgang Spelthahn ließ Zahlen sprechen: 2003 setzte die Rath-Gruppe mit 100 Beschäftigten fünf Millionen Euro um, 2012 waren es mit 450 Mitarbeitern 120 Millionen. Dabei wuchs die transportierte Fracht von 150.000 auf drei Millionen Tonnen jährlich. Auch die Fahrzeugflotte kündet von sprunghaftem Wachstum: 2003 nutzte die Rath-Gruppe zwei Loks und 17 Triebwagen, 2012 setzte sie 27 Loks und 68 Triebwagen ein. "Ihren Erfolg hat sich die Rurtalbahn hart erarbeitet und damit zugleich viele sichere Stellen in unserer Region geschaffen", würdigte der Landrat das Engagement der Eisenbahner, insbesondere der Geschäftsführer.

Dass unmöglich Scheinendes möglich ist, erlebten die Gäste am Abend im Zirkuszelt. Dort genossen sie die brandneue Höhner Rockin' Roncalli Show.


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