"Radierungen und Bildobjekte" von Helmut Anton Zirkelbach

Zwei Pole der Moderne im Kreishaus erleben
Von Redaktion [05.06.2013, 08.18 Uhr]

(v.l.): Kulturausschussvorsitzende Käthe Rolfink, Künstler Helmut Anton Zirkelbach, Laudator Dieter Laue und Maria Kaptain, Leiterin des Amtes für Schule, Bildung, Kultur und Sport.

(v.l.): Kulturausschussvorsitzende Käthe Rolfink, Künstler Helmut Anton Zirkelbach, Laudator Dieter Laue und Maria Kaptain, Leiterin des Amtes für Schule, Bildung, Kultur und Sport.

"Radierungen und Bildobjekte" heißt die Ausstellung von Helmut Anton Zirkelbach, die bis zum 27. Juni im Kunst- und Kulturforum der Kreisverwaltung Düren zu sehen ist. Zirkelbach, freischaffender Künstler, lebt und arbeitet seit 1995 auf der Schwäbischen Alb. Mit dem Kreis Düren verbindet ihn die Freundschaft zu Michael Küpper, unter anderem Mitglied des Kunstvereins Jülich e.V., und vor allem das Papier für seine Kunst, das er aus Zerkall bezieht. 29 seiner Werke sind zu den Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen: Radierungen und Öl/Acryl/Graphit auf Holz, alle eindrucksvoll und außergewöhnlich.

Nach der Begrüßung durch Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kreiskulturausschusses, führte Laudator Dieter Laue die Gäste in die Werke Zirkelbachs ein, in denen dem Betrachter zwei Pole der Moderne begegnen: Die geometrische Abstraktion und das Informel, also das Prinzip der Formlosigkeit. So setzt Zirkelbach auf der einen Seite gezielt die Wirkung der Klänge, die Klarheit der Komposition ein und auf der anderen die Verdichtung von grafischen Impulsen, Ariadnefäden, die den Betrachter nicht heraus, sondern immer tiefer in die Labyrinthe der Emotionen führen.

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Das Freisetzen künstlerischer Energie, so Laue, sei nicht unbedingt gemütlich, die Fusion von Kalkül und Gefühl gleiche eher einer Kernschmelze und es brauche einer stabilen Ordnung des Geistes, um das Zusammenschalten der Pole nicht verpuffen zu lassen. Zirkelbach, auch Musiker, bleibe in seinen Bildern Perkussionist, es herrsche die Härte des Materials, die geätzte und mit Kaltnadel gerissene Metallplatte. Diese grafische Härte werde auch als Stilmittel in die Malerei übernommen, die grafische Konsequenz der Radierung stehe hier Pate. Die Werke seien, so führte Laue aus, nicht lesbar, sie seien nicht mitteilbar, aber sie seien tanzbar. So animierte er die Besucher umherzustreifen, sich "hindurchzutanzen" und sich berühren zu lassen.


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