Musik fotografieren in Heimbach
Von Redaktion [25.05.2013, 07.02 Uhr]

Dozent Martin Timm lädt an der Internationalen Kunstakademie in Heimbach vom 4. bis 6. Juni zu einem außergewöhnlichen Seminar ein: Unter dem Titel „Anmut und Arabeske“ werden die Teilnehmer Musik fotografieren.

Wie das geht, soll der Einführungstext erläutern:
"Belichtungstanz. Spielerisches Wandern, bewandertes Verspieltsein. Was ist eigentlich Ton: Farbe? Oder Klang? Sind Palette und Schallloch Geschwister?

Harmonie, Dissonanz und Akkord - kann man das sehen? Einen Rhythmus zeigen - geht das? Wie laut ist Gelb, wie leise flüstert eigentlich Blau? Kann man Unschärfe hören? Und sieht Moll wirklich kühler aus als Dur? Und woran erkenne ich es, wenn Musik die Gegenständlichkeit verlässt? Wie bei Debussy?

Hörbares sichtbar machen, Zeitkunst in Raumkunst verwandeln und den zerfließenden Moment eines Klangs auf die Fläche bannen. Bewegtes Fotografieren als bewegende Geste im Spielraum zwischen dem Grel- len und dem Leisen, dem Bombastischen und dem Fi- ligranen - das macht unser Foto zum Farben-, Formen und Flächenklang."

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Und weiter:

"In diesem Aufbautraining zur Abstrakten Fotografie malen wir Musik. Genauer: Wir fotografieren sie. Ungegenständlich. Und zwar am arabesken Beispiel des französischen Impressionisten Claude Debussy. Nicht kompositorisch verkopft, sondern lyrisch abstrakt. Eben wie Debussy: Fließend, atmosphärisch und sinnlich versuchen wir, genau das ins Bild zu setzen, was wir hören.

Dafür überlassen wir Motiv, Medium und uns selbst dem atmosphärischen Fluss von Debussys erster Arabeske und inszenieren alle fotografisch beteiligten Elemente in einem gemeinsamen Spiel. Wir verschmelzen Dirigent und Partitur - bis auf das Objektiv an der Kamera: Denn das bleibt unser orchestraler Pinsel. Taktstock mit einer Choreografie, die nur uns allein gehört, gehorcht - und: erhört.

Unser Ziel: die lyrische Abstraktion. Verwischen aus Lust am Dekorativen - das war einmal. Heute entern wir die Hohe Schule der abstrakten Bildkunst.

Dafür erweitern wir die Anmut des Abstrakten über seine schöne Form hinaus und untersuchen das Tiefere im Äußeren: den Gehalt in der Gestalt. Mit der Kamera erforschen wir die Farbenwelt in der motivischen Stimmung - und geben diesen Farben Form und Struktur: die Momentaufnahme als Gefühlsfotografie - ganz im Sinn der malerischen Impressionisten. Und der musikalischen. Un- sere Themen klingen fremd, sind es auch, aber genauso hochspannend"


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