Generalvikar Manfred von Holtum besuchte Sozialwerk Dürener Christen

Bärenstarker Ausbildung in Düren
Von Arne Schenk [07.05.2013, 13.04 Uhr]

Generalvikar Manfred von Holtum und Regionaldekan Hans Donck besuchten Kinder-Second-Hand-Laden „Bärenstark“

Generalvikar Manfred von Holtum und Regionaldekan Hans Donck besuchten Kinder-Second-Hand-Laden „Bärenstark“

„Bärenstark“ fanden es die Jugendlichen und jungen Erwachsenen offensichtlich, dass sich Generalvikar Manfred von Holtum und Regionaldekan Hans Doncks für sie und ihren Tätigkeitsbereich eingehend interessierte. Welche Arbeit sie im Kinder-Second-Hand-Laden „Bärenstark“ denn verrichteten und ob ihnen der Kontakt mit den Menschen Spaß machen, wollten die „hohen Herren“ wissen.

Die jungen Leute seien vor dem zu erwartenden Besuch völlig aufgeregt gewesen, verriet Karina Umlauf, pädagogische Leitung im Bereich der Jugendberufshilfe des Sozialwerks Dürener Christen. In Vorbereitung auf die Solidaritätskollekte am zweiten Mai-Wochenende wählte der Generalvikar diese Einrichtung für eine Visite aus. 50 Auszubildenden sind derzeit in den verschiedenen Gewerken des Sozialwerks beschäftigt und werden zu Einzelhandelskaufleuten, Verkäufern, Friseuren, Bürokaufleuten, Malern und Lackierern, Floristen sowie Gärtnern und Gartenhandwerkern ausgebildet. Hauptaugenmerk liegt auf Jugendlichen, die nicht die besten persönlichen und schulischen Voraussetzung mitbringen.

Generalvikar von Holtum lobte das mittlerweile fast 30-jährige Wirken des 1985 gegründeten Sozialwerks als besonderes Zeichen der Solidarität. Hier geschehe eine wirksame Hilfe aus christlicher Verantwortung heraus. Zwar sei es schwierig, der Problematik der Arbeitslosigkeit wirksam zu begegnen, aber jede einzelne Hilfe sei wichtig. Möglich sei diese auch nur durch das hohe Engagement an ehrenamtlichen Kräften und der fachlichen Qualität von vielen Ehrenamtlern.
Die Wertschätzung für diesen Einsatz drückt das Bistum Aachen unter anderem dadurch aus, dass 860.000 Euro an Fördermitteln in Projekte für die Qualifizierung von arbeitslosen Menschen fließen, 95.000 Euro davon für Projekte in der Region Düren. Nutznießer davon sind das Christliche Sozialwerk Jülich, das Arbeitslosen-Zentrum Düren, In Via Düren-Jülich und eben das Sozialwerk Dürener Christen.

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95.000 Euro erhält es zur Unterstützung seiner Arbeit. Der Ertrag aus der Solidaritätskollekte, die in den Vorabendmessen am 11. Mai und den Gottesdiensten am 12. Mai unter dem Titel „Weil Arbeit nicht vom Himmel fällt, ...sind wir gefragt!“ eingesammelt wird, wird zusätzlich zu diesem Betrag oben draufgelegt. 2012 kamen dabei etwa 45.000 Euro zusammen.

„Diese Stationen sind für mich immer wichtig“, betonte der Generalvikar und wies auf seine langjährige Erfahrung als Diözesan-Caritas-Direktor hin. Daher besitze er eine besondere Nähe zu Initiativen wie das Sozialwerk. Dessen beiden Bereiche - Ambulante Versorgung und Ausbildung hätten sich stark verändert, seien bereiter und vielseitiger geworden, betonte Sozialwerk-Vorsitzender Kurt Schroeder. Zunächst hätte der von Pfarrer Alfred Bergrath mitgegründete Verein „Katholisches Sozialwerk Dürener Christen für arbeitslose Jugendliche“ vornehmlich Praktika vermittelt. „Es hat sich bald herausgestellt, dass wir auch eigene Stellen schaffen müssen.“

Mittlerweile arbeitet das Sozialwerk mit fast allen Schulformen im Kreis Düren zusammen, gibt schulmüden Jugendlichen eine zweite Chance, begleitet benachteiligte während Aktivierungsmaßnahmen der job-com zur beruflichen Integration und beschäftigt beziehungsweise qualifiziert Langzeitarbeitslose, die über Brückenjobs einen Halt und Perspektiven bekommen, führen sie dadurch wieder an den Arbeitsmarkt heran. Die Zukunft malte Karina Umlauf in bunten Farben. So wolle man sich auch an europäische Projekte heranwagen, ein modellhaftes Lernlabor erstellen und multidisziplinär sowie inklusiv einen barrierefreien Zugang zur Bildung gewährleisten.


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