Eifel-Bürgermeisterkonferenz tagte in Eupen
Von Manfred Lang [22.04.2013, 14.50 Uhr]

Diskutierten kräftig mit (von links), Städteregionsrat und ZI-Eifel-Präsident Helmut Etschenberg, Klaus Schäfer, der Geschäftsführer der Eifel Tourismus (ET) GmbH, und Christian Krings, der Bürgermeister von St. Vith. Foto: Manfred Lang

Diskutierten kräftig mit (von links), Städteregionsrat und ZI-Eifel-Präsident Helmut Etschenberg, Klaus Schäfer, der Geschäftsführer der Eifel Tourismus (ET) GmbH, und Christian Krings, der Bürgermeister von St. Vith. Foto: Manfred Lang

Es gibt eine „Miss NRW“ und eine „Miss Rheinland-Pfalz“, darüber hinaus in der ganzen Eifel und ihren anliegenden Weinbaugebieten zahlreiche Hahnen- und Weinköniginnen, aber zur Identifikationsfigur für die ganze Eifel erhob jetzt der neue Aachener IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer im Eupener Europasaal den Aachener Städteregionsrat Helmut Etschenberg.

„Wenn es ihn gibt, dann sind Sie der »Mister Eifel«“, sagte Bayer dem Präsidiumsvorsitzenden der Zukunftsinitiative Eifel, die am Eupener Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens tagte. Jedes Jahr einmal lädt die Zukunftsinitiative Eifel alle 52 Bürgermeister aus dem Eifelraum zu dieser so genannten Bürgermeisterkonferenz ein. Beraten werden Dinge, die in allen Eifelteilen auf den Nägeln brennen. Der Landstrich gehört bekanntlich teilweise zu Nordrhein-Westfalen, zum Königreich Belgien und zu Rheinland-Pfalz.

Über 30 hochrangige Eifeler Repräsentanten waren der Einladung in den Eupener Europasaal gefolgt, daneben auch eine Reihe Verwaltungs- und Administrationsvertreter von Verbänden und Gebietskörperschaften, darunter Harald Mollers, der Minister für Familie, Gesundheit und Soziales der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (DG), und Hans-Peter Thiel, der frischgebackene neue Landrat des Vulkaneifelkreises Daun-Gerolstein.

„2005 wurde die Zukunftsinitiative Eifel gegründet, die Ankurbelung des Tourismus war eines ihrer fünf wichtigsten Handlungsfelder“, eröffnete Helmut Etschenberg die Tagung: „Und heute gehören wir als Eifel schon zu den Top-10-Ferienregionen Deutschlands. Wer hätte das damals für möglich gehalten, dass wir in manchen Dingen Vorbild für andere Regionen Europas werden können?!“

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Ruth Roelen stellte für die Städteregion Aachen ein vorbildliches Versuchsprojekt dar.

Ruth Roelen stellte für die Städteregion Aachen ein vorbildliches Versuchsprojekt dar.

Hauptthema der Bürgermeisterkonferenz 2013 der Zukunftsinitiative Eifel in Eupen war die Vorstellung von Projekten aus den Eifeler Modellregionen im Rahmen des Aktionsprogramms regionale Daseinsvorsorge des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Ruth Roelen stellte für die Städteregion Aachen ein vorbildliches Versuchsprojekt dar, mit dem das Leben auf dem Dorf für alle Generationen auch in Zukunft lebens- und liebenswert bleiben soll. Das Ganze nennt sich „Dorfgespräch“ und ist eine ultraleicht bedienbare Internetplattform, auf der man einen Babysitter, Hilfe für die Gartenarbeit oder eine Mitfahrgelegenheit zum nächsten Arztbesuch organisieren kann.

„Oma und Opa nutzen aber kein Internet“, warfen die rheinland-pfälzischen Eifel-Bürgermeister Matthias Pauly (Gerolstein) und Aloysius Söhngen (Prüm) skeptisch ein. Wie kriegen die also in die Dorfgespräch-Plattform rein, dass sie einen Handwerker suchen oder Nachhilfe in Latein zu erteilen gedenken? Ruth Roelen hat auch daran gedacht: Es gebe mehrere im Dorf bekannte Administratoren, die könne man anrufen. Und die teilten auch den alten Leuten persönlich oder am Telefon mit, dass der Heizungsinstallateur gegen 15 Uhr kommt, oder dass sich demnächst der oder jener Schüler zum Lateinpauken einstellen will.

Walter Weinberger von der Kreisverwaltung Düren schließlich machte die wie Ruth Roelens „Dorfgespräch“ und die Baulücken- und Immobilienbörse „Leben in der Nordeifel“ des Kreises Euskirchen zum MORO-Programm gehörende Aktion „Kunstrasenplatz für alle“ bei der Eupener Bürgermeisterkonferenz bekannt.

Mit dem Projekt soll exemplarisch der Zusammenhalt aktiver Sportvereine gestützt und über ein neues Infrastrukturangebot manifestiert werden. Auch nicht Sport treibende Vereine und in der Nähe liegende Schulen können und sollen davon profitieren. Bauherrn der Kunstrasenplätze sind übrigens die Vereine, nicht die Kommunen, so Walter Weinberger.


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