Kartenvorverkauf hat begonnen

Senta Berger eröffnet 23. Mal Shakespeare-Festival in Neuss
Von Redaktion [20.04.2013, 10.06 Uhr]

Das original nachempfundene Globe-Theater auf der Rennbahn in Neuss bietet seit 23 Jahren ein authentisches Shakespeare-Erlebnis. In diesem Jahr glänzt ein Star zum Auftakt e des englischsprachigen Festivalvergnügens: Am 13. Juni eröffnet Senta Berger, die große Dame des deutschen Films, das 23. Shakespeare Festival im Globe Neuss mit den geheimnisvollen Sonetten um die »Dark Lady«. 33 Veranstaltungen aus England, Georgien, China und Deutschland stellen dies Jahr die Komödie in den Mittelpunkt. Das Finale ist am 13. Juli mit einem Jazzkonzert.

Shakespeare zum 23.  - Das Festival im Neusser Globe hat Tradition

Shakespeare zum 23. - Das Festival im Neusser Globe hat Tradition

Vorhang auf für Senta Berger: Am 13. Juni eröffnet die beliebte Schauspielerin und große Dame des Films das 23. Shakespeare Festival im Globe Neuss. Unter dem Titel With Shakespeare in Love präsentiert sie – begleitet von der Capella Monacensis – eine Auswahl der geheimnisvollen Sonette, in denen William Shakespeare die »Dark Lady« besingt.

Märchen- und rätselhaft geht es an den beiden folgenden Tagen weiter, wenn nämlich das staatliche Schauspieltheater Kote Marjanishvili aus der georgischen Hauptstadt Tiflis in Neuss gastiert. Beim vorjährigen »Globe to Globe Festival« in London umjubelt, bringt die Truppe jetzt ihr As you like it auf die Bühne des Globe – ein quirliges und poetisches »Zurück zur Natur«, dessen leuchtende Farben und Aktionen völlig vergessen lassen, daß wir alle des Georgischen nur sehr bedingt mächtig sind.

Vom Dienstag, den 18., bis zum Samstag, den 22. Juni gehört das Globe dann einem Ensemble, das aus dem »Hölzernen O« am Rhein nicht mehr wegzudenken ist: Die Propeller Company, im vergangenen Jahr mit ihrem Henry V. gefeiert, zieht dieses Mal sämtliche komisch-komödiantischen Register, der sie fähig ist. Dabei werden im Wechsel die Widerspenstige gezähmt und in der Zwölften Nacht die Kniegürtel kreuzweis gebunden, bis selbst der übelwollende Malvolio die Waffen streckt.

Während die bremer shakespeare company am 23. und 24. sowie am 29. und 30. Juni ihren Sommernachtstraum anzettelt und mit magischen Augentropfen allerlei Eseleien treibt, gastiert vom 25.-26. Juni die Globe Touring Company mit dem von Bill Buckhurst neu inszenierten King Lear, der in Neuss als deutsche Erstaufführung gezeigt wird und Joseph Marcell auf die Globe-Bühne bringt.

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Senta Berger ist das Glanzlicht zur Premiere am 13. Juni. Foto: Paul Schirnhofer

Senta Berger ist das Glanzlicht zur Premiere am 13. Juni. Foto: Paul Schirnhofer

Der Kaufmann von Venedig, der nicht nur dem demütig versteckten Haß die Maske herunterreißt, sondern uns auch darüber aufklärt, daß keinem Menschen zu trauen ist, der »nicht Musik hat in ihm selbst« – dieses vieldeutige Stück über die Risiken der Schuldverschreibung zeigt das Rheinische Landestheater Neuss in seiner neuen Inszenierung am 27. und 28. Juni.

Der Monat Juli beginnt mit einer mehrfachen Rarität: Das Theater-Studio des Hongkonger Regisseurs Tang Shu-Wing wird am Montag, den 1., und Dienstag, den 2. Juli, seine Version des frühen, selten gespielten Titus Andronicus zeigen, die mit ihrer minimalistischen, auf die Grundelemente des (theatralischen) Universums reduzierten Betrachtungsweise bereits großen Erfolg beim Globe to Globe Festival hat erzielen können.

Die Theaterlandschaft der bundesdeutschen Hauptstadt Berlin wird beim 23. Neusser Shakespeare Festival durch das bat Studiotheater der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« vertreten. Die Student(inn)en des renommierten Instituts werden in vier Vorstellungen vom 4. Juli an zunächst der Frage nachgehen, ob Macbeth, hinter dessen machtlüsternen Taten wir immer vor allem die »Lady« erkennen, nicht möglicherweise an einer Verwirrung der Werte »gut« und »böse« krankt. Anschließend präsentiert das bat Studiotheater mit einem weiteren jungen Ensemble Wie es euch gefällt, eines der schönsten, »romantischsten« Verwirrspiele Shakespeares um Liebe und Machtgier – nach der georgischen Inszenierung nun auch in deutscher Sprache (9.-10.Juli).

In zwei Lectures umreißt Patrick Spottiswoode, der Direktor des Educational Department am Londoner Globe, am 11. und 12. Juli wieder einmal auf unverwechselbare Weise das Faszinosum William Shakespeare, bevor der Festivalmonat musikalisch endet: Die belgische Sängerin und Pianistin Caroll Vanwelden hat sechzehn der schönsten Shakespeare-Sonette für kleines Jazz-Ensemble arrangiert und präsentiert das Ergebnis mit ausdrucksstarker Stimme.


Die Karten (zzgl. 12% Vorverkaufsgebühr) gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 02131 526 99 99 9 (Mo–Fr 08-20 Uhr, Sa 09-18 Uhr, So & an Feiertagen 10-16 Uhr) oder im Internet.


Weitere Informationen unter www.shakespeare-festival.de


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