Oh, wie schön ist Heimbach
Von Redaktion [14.04.2013, 13.51 Uhr]

Mit seinen Figuren und Geschichten hat Janosch Generationen von Kindern in aller Welt begeistert. Wegen ihres unnachahmlichen Stils ziehen seine phantasievollen Zeichnungen aber auch Erwachsene in ihren Bann. Vom 14. April bis 26. Mai 2013 widmet die Internationale Kunstakademie Heimbach/Eifel dem mehrfach ausgezeichneten Illustrator und Schriftsteller eine große Ausstellung: Unter dem Motto “Janosch – Bilder vom Leben“ werden im historischen Ambiente der Burg Hengebach rund 300 originale Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen sowie Druckgrafiken gezeigt. Die detailreichen Bilder geben Einblicke in das künstlerische Schaffen des populären Illustrators und laden ein, seine berühmten Figuren und Geschichten ganz unmittelbar zu erleben. Der Künstler wird persönlich zur Ausstellungseröffnung am 14. April nach Heimbach kommen. Für die Besucher ist die Ausstellung an diesem Tag ab 14 Uhr geöffnet.

„Nachdem wir uns im letzten Jahr über 15.000 Besucher bei der großen James Rizzi-Gedächtnisausstellung freuen konnten, kommt nun mit Janosch ein weiterer Künstler auf die Burg, den fast jeder kennt“, erklärt Wolfgang Spelthahn, Vorsitzender des Trägervereins der Kunstakademie. Janosch sei unverwechselbar und spreche zugleich ein sehr großes Publikum an. „Er hat sehr viele Fans, die sich die Chance, so viele seiner Originalbilder zu sehen, sicher nicht entgehen lassen werden.“

Ob der kleine Tiger und der kleine Bär, die Helden aus dem weltberühmten und preisgekrönten „Oh wie schön ist Panama“, ob Kasper Mütze oder Emil Grünbär – die Figuren aus den weit über 150 Kinderbüchern des heute 82jährigen Janosch haben etwas ausgesprochen Sympathisches aber auch Hintergründiges. „Die von ihm erschaffenen Bildwelten und -wesen sind zu unverwechselbaren Markenzeichen seiner Kunst geworden“, erklärt Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, Leiter der Internationalen Kunstakademie. Die in ihrer Reduktion auf den ersten Blick aus-gesprochen einfachen, aber zugleich eindringlichen Bilder zeichneten sich sowohl durch ihre markante Farb- und Formensprache als auch durch ihren ganz eigenen Stil aus, der nicht nach Perfektion strebte, sondern wie flüchtig skizziert wirke.

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Die „Tigerente“ ist dafür ein Paradefall. Die Bildgeschichten, in denen die kleine gelb-schwarz gestreifte Roll-Ente meist als Begleiterin der anderen Figuren erscheint, sind nicht nur eingängig und ästhetisch, sondern auch alltäglich und zugleich tiefgründig. Ob in Arztkittel oder Anzug, mit verbundener Nase oder in bunten Hosen – die mit menschlichen Eigenschaften und Kleidungsstücken ausgestatteten Tiere spiegeln das pralle Leben mit Freud‘ und Leid, mit Freundschaft und Streit, mit Schulstress und Langeweile. In den Szenen finden sich vor allem Kinder wieder. Und immer bleibt ein Schmunzeln. Mit ihren einfachen Geschichten, mit der Mischung aus Realität und Erfindung, Liebenswürdigkeit und Schabernack, Schalk und Ermahnungen sind sie wahre Lebensbilder. Der Künstler, der einmal von sich selbst behauptete, dass er „weder malen noch schreiben könne“, lässt sich bei seiner Kunst von einer Ästhetik der Sparsamkeit leiten.

Janosch ist heute einer der bekanntesten Kinderbuchautoren und Künstler der Welt. Seine Kinderbücher sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt worden. Daneben hat Janosch zahlreiche Romane und Theaterstücke für Erwachsene verfasst, in denen er sich mit ernsthaften Themen wie Religion, gottesfürchtiger Erziehung, wahrer Lebenskunst und der Frage nach dem Sinn des Lebens auseinandersetzt. Seit 1980 wohnt Janosch in den Bergen von Teneriffa, wo in einer äußerst kreativen Schaffenszeit die meisten seiner Träume und Ideen das Licht der Zeichnung und Illustration erblickten.

Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet. So werden an den Wochenenden in einem besonderen Leseraum Geschichten aus Janosch-Büchern für Kinder bis 7 Jahre vorgelesen und angeschaut. Jeden Donnerstag, wenn die Ausstellung bis 22 Uhr geöffnet ist, finden abends besondere Veranstaltungen - etwa Live-Musik in der Ausstellung - statt. Dazu richtet die Deutsche Post auf Burg Hengebach einen Verkaufsshop für die neuen Janosch-Sonderbriefmarken ein. Die genauen Termine dafür werden noch bekannt gegeben.

Die Düsseldorfer Agentur „Popular Art“ wird die Janosch-Ausstellung präsentieren. Die Ausstellung wird unterstützt von der Eifel-Tourismus GmbH. Dank des Sponsorings der Sparkasse Düren, der Dürener Kreisbahn, der Rurtalbahn, der Stadtwerke Düren und der Firma F&S Solar aus Euskirchen werden auch die Eintrittspreise wieder familienfreundlich sein. Unter 18-Jährige sehen die Bilder zum Nulltarif, Erwachsene zahlen sieben Euro, der ermäßigte Eintritt beträgt fünf Euro.

Weitere Informationen: www.kunstakademie-heimbach.de und www.janosch-ausstellung.de


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