Pflegetrainerinnen in Linnich geben Hilfestellung
Von Kaya Erdem [25.03.2013, 08.37 Uhr]

Elisabeth Leisten (Examinierte Krankenschwester), Judith Franz (Examinierte Krankenschwester und Sozialpädagogin B.A.) und Monika Behling (Examinierte Krankenschwester)

Elisabeth Leisten (Examinierte Krankenschwester), Judith Franz (Examinierte Krankenschwester und Sozialpädagogin B.A.) und Monika Behling (Examinierte Krankenschwester)

Die Mehrzahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird zu Hause von Angehörigen gepflegt. Das St. Josef-Krankenhaus Linnich bietet mit dem Projekt „Familiale Pflege“ Angehörigen, die die Aufgabe der Pflege daheim übernehmen, das Unterstützungsangebot des kostenlosen Pflegetrainings an.

Einzige Voraussetzung ist, dass der zu Pflegende im St. Josef-Krankenhaus stationär aufgenommen wurde und eine Pflegestufe beantragt hat oder bereits einer Pflegestufe zugeordnet ist.

Das Angebot dient der Unterstützung und Kompetenzförderung von pflegenden Familien im Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Versorgung.
Die Pflegekräfte der Station, auf der der zu Pflegende betreut wird, stellen gerne den Kontakt her zu den Mitarbeiterinnen des Pflegeberatungsteams, welches aus den examinierten Pflegekräften Elisabeth Leisten, Judith Franz und Monika Behling besteht.

Interessierte können Familienberatungsgespräche zusammen mit dem Patienten im Krankenhaus in Anspruch nehmen. Zu den Unterstützungsangeboten gehören außerdem auf den Patienten abgestimmte Pflegetrainings am Patientenbett. Es finden Einzel- oder Familienberatungsgespräche im häuslichen Bereich statt, verbunden mit der Möglichkeit, gemeinsam Lösungen für den Pflegealltag zu finden. Individuelle Pflegetrainings zu Hause in der gewohnten Umgebung berücksichtigen die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort. Dieses Training zu Hause kann bis zu sechs Wochen nach der Entlassung des Patienten aus dem St. Josef-Krankenhaus in Anspruch genommen werden. Außerdem gibt es Gesprächskreise für pflegende Angehörige.

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Pflegebedürftigkeit in der Familie ändert das Leben des zu Pflegenden und auch das des pflegenden Angehörigen. Deshalb möchte das St. Josef-Krankenhaus von Beginn an helfen, mit der zunächst ungewohnten Situation und den Herausforderungen der anspruchsvollen Aufgabe zurechtzukommen.
Das kostenlose Pflegetraining hilft, wenn Angehörige zukünftig häusliche Pflege übernehmen werden, wenn sie ihr vorhandenes pflegerisches Grundwissen auffrischen oder erweitern möchten und wenn sie Beratung und Unterstützung in der häuslichen Pflegesituation benötigen.

Auf Wunsch kann das Angebot der „Familialen Pflege“ durch einen Initialpflegekurs ergänzt werden: Dieser dient zur Erlangung des pflegerischen Grundwissens und ist ebenfalls für Interessierte kostenlos. Er dauert drei mal drei Stunden. Die Initialpflegekurse finden in der Gruppe statt. Gemeinsam mit anderen pflegenden Angehörigen haben die Teilnehmer so die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung der Trainerinnen Pflegetechniken zu erlernen und praktisch anzuwenden. Zudem können sie auf diesem Wege auch weitere Betroffene kennenlernen und sich über ihren Pflegealltag und ihre gewonnenen Erfahrungen austauschen.

Das Modellprojekt „Familiale Pflege“ wird von der AOK Rheinland/Hamburg finanziert und von der Universität in Bielefeld wissenschaftlich begleitet. Das komplette Angebot ist für pflegende Angehörige kostenfrei und kann unabhängig von der Krankenkassenzugehörigkeit in Anspruch genommen werden.


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