Aus dem Polizeibericht

Dürenerin wurde erst angefahren, dann beschimpft
Von Redaktion [14.03.2013, 15.32 Uhr]

Nach Ermittlungen der Polizei wollte eine 65 Jahre alte Frau aus Kreuzau am Mittwochmittag in der Dürener Innenstadt bei grüner Fußgängerampel die Tivolistraße überqueren. Nachdem sie dreiviertel der Strecke zurückgelegt hatte, bog ein Auto um die Kurve und fuhr die Passantin um. Nicht genug damit, beschimpften laut Polizeibericht der Fahrer, seine Ehefrau und später auch der Sohn das Opfer.

Einige Meter weit war die Frau geschleudert worden, ehe sie verletzt und unter Schock auf dem Boden liegen blieb. Bei dem Unfallauto öffneten sich die beiden vorderen Türen und sowohl Fahrer als auch Beifahrerin stürzen heraus. Jedoch nicht um Erste-Hilfe zu leisten, wie die Zeugen mitteilten, sondern um dem Unfallopfer mit höchst aggressiven Redeschwällen die Schuld zuzuweisen.

Erkenntnissen der Polizei zufolge hatte aber der 70 Jahre alte Autofahrer aus Düren, der vom Paradiesplatz nach rechts auf die Tivolistraße in Fahrtrichtung Rurstraße abgebogen, schlicht übersehen, dass zeitgleich auch für die Fußgängerin auf "grün" geschaltet hattet. Damit hätte die Frau Vorrang gehabt.

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Stattdessen attackierte das Paar verbal die am Boden liegende Frau - im weiteren Verlauf noch unterstützt durch ihren 25-jährige Sohn. Auch er soll, so die Zeugen, die Unfallgeschädigte "aggressiv, unverschämt und frech" bedrängt haben. Auch den hinzu kommenden Polizeibeamten fiel er immer wieder ungefragt ins Wort und erschwerte die Zeugenbefragungen.

Schließlich erhielt er einen Platzverweis; den gebotenen Abstand setzten die die Beamten sogar körperlich durch.

Die Kreuzauerin wurde mit dem Rettungswagen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Am Wagen des 70-jährigen war nicht mal ein Schaden entstanden.

Die Unfallaufnahme wird ein juristisches Nachspiel haben. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet.


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