Sensibel für Mehrsprachigkeit im Kreis Düren
Von Redaktion [13.03.2013, 17.28 Uhr]

"Die Sprache ist das A und O für eine erfolgreiche Integration. Deshalb ist wichtig, mit der Sprachförderung bei Kindern so früh wie möglich zu beginnen. Mit ihrer Fortbildung sind sie für diese Aufgabe nun bestens gerüstet", sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, als er jetzt im Kreishaus Düren 26 Erzieherinnen im Rahmen einer kleinen Feierstunde Zertifikate überreichte. Die Frauen hatten mit Erfolg an der Fortbildungsreihe "Sprachliche Bildung im Elementarbereich" teilgenommen und sich auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht. In sieben Modulen waren die verschiedensten Facetten der Sprache und des Sprechenlernens behandelt worden, insbesondere mit Blick auf Kinder, die mehrsprachig aufwachsen.

Im Zweimonatsrhythmus hatten die 26 Erzieherinnen aus dem Kreis Düren die Tagesveranstaltungen besucht. Die fünf Pflichtmodule rückten die Sprache und das Sprechen in den Blickpunkt, thematisierten das Erkennen von Sprachstörungen sowie den frühkindlichen Spracherwerb. Was in der Zusammenarbeit mit Eltern aus anderen Kulturkreisen beachtet werden sollte, war ebenso Thema wie das Vermitteln von Freude am Erzählen und Vorlesen. Danach gab es zwei Module zur Auswahl: die Sprachstandsfeststellung zwei Jahre vor der Einschulung (Delfin 4) und das spielerisch-kreative Sprechen mit mehrsprachigen Kindern

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Erste Gratulanten bei der Zertifikatsübergabe waren Gudrun Petry, Mitarbeiterin im Kommunalen Integrationszentrums Kreis Düren, die die Reihe erarbeitet und organisiert hatte, und Sybille Haußmann, Leiterin des Zentrums. Kooperationspartner waren die Jugendämter des Kreises und der Stadt Düren.

In einem Kurzinterview unterstrichen die Einrichtungsleiterinnen Alice Schlößer vom Dürener Familienzentrum City Kids und Marina Simon vom Familienzentrum Düren-Nord den großen praktischen Wert der Fortbildung für ihre Mitarbeiterinnen. "Die Fortbildung hat der ganzen Einrichtung geholfen, mit dem Thema Mehrsprachigkeit sensibler umzugehen und uns viele praktische Anregungen gegeben", lautete das Resümee von Marina Simon. "Aus unserer Einrichtung soll aus jeder Gruppe eine Fachkraft teilnehmen. Es ist gut, dass diese Reihe auch weiterhin vom Kommunalen Integrationszentrum angeboten wird", ergänzte Alice Schlösser.

Die sprachliche Bildung in den pädagogischen Alltag der Kindertagesstätten zu integrieren ist eine der zentralen Aufgaben, die das Kinderbildungsgesetz und die Bildungsvereinbarung NRW vorgeben.


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