Seelsorge-Team mit neuem Konzept am Krankenhaus Düren
Von Christoph Lammertz [16.03.2013, 08.44 Uhr]

Geschäftsführer Dr. Gereon Blum (2.v.r.) begrüßte das neue hauptamtliche katholische Seelsorgeteam mit (v.l.) Lars Goebel, Günter Gerkowski, Maria Oude Lansink und Rainer Mohren im Krankenhaus Düren.

Geschäftsführer Dr. Gereon Blum (2.v.r.) begrüßte das neue hauptamtliche katholische Seelsorgeteam mit (v.l.) Lars Goebel, Günter Gerkowski, Maria Oude Lansink und Rainer Mohren im Krankenhaus Düren.

Mit Anton Straeten hat Ende Januar eine Institution das Krankenhaus Düren verlassen. Nach 31 Jahren als Krankenhausseelsorger trat der Pfarrer in den Ruhestand. Und auch wenn ihm der Abschied schwerfiel, so hat er die Klinik an der Roonstraße doch mit dem guten Gefühl verlassen, dass die hauptamtliche katholische Krankenhausseelsorge ihre Aufgaben mit gleichem Engagement fortführen wird.

Seit Anfang März ist das Team nun wieder komplett. Dabei hat Pastoralreferent Lars Goebel, der bereits seit 22 Jahren als Seelsorger im Krankenhaus tätig ist, die Leitungsfunktion von Anton Straeten übernommen. An seiner Seite arbeiten neben Pfarrer Günter Gerkowski, der seit zehn Jahren Mitglied des Seelsorgeteams ist, zwei Neue: Pfarrer Rainer Mohren und Gemeindereferentin Maria Oude Lansink.

„Wir sind sehr froh darüber, dass das Bistum Aachen die Arbeit der Krankenhausseelsorge weiterhin für sehr wertvoll hält und unseren Dienst personell stärkt und finanziert“, sagt Lars Goebel. Die Kontinuität in der Seelsorge bleibe gewahrt, auch wenn es konzeptionell und organisatorisch einige Änderungen gibt. Die wichtigste: Alle vier hauptamtlichen Seelsorger sind sowohl im Krankenhaus Düren als auch im St.-Augustinus-Krankenhaus Lendersdorf im Einsatz. „Bisher waren wir entweder an der Roonstraße oder in Lendersdorf tätig. Jetzt ist jeder von uns für mehrere Stationen in beiden Häusern zuständig“, erklärt Goebel.

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Da die Gruppe eine 24-Stunden-Rufbereitschaft für beide Kliniken garantiert, sei es einfach sinnvoller, wenn man in beiden Häusern zuhause und nicht nur Gast ist. 2,6 Stellen besetzen die vier Seelsorger in den beiden Krankenhäusern, jeder von ihnen hat daneben eine weitere Aufgabe: Lars Goebel als Koordinator für die Notfallseelsorge im Kreis Düren, Günter Gerkowski als Subsidiar in der Region Düren, Rainer Mohren als Pfarrvikar in St. Lukas und Maria Oude Lansink als Gemeindereferentin in der Altenheimseelsorge der Pfarre St. Lukas.

„Ich wollte mich nicht länger mit Kibizanträgen, Stellenplänen, Etats oder Fonds befassen, sondern wieder Seelsorger im eigentlichen Sinne sein“, antwortet Rainer Mohren auf die Frage nach seiner Motivation, die Pfarrerstelle, die er zuletzt in Alsdorf bekleidete, aufzugeben. Echte seelsorgerische Tätigkeit sei für ihn der Auftrag aus dem Evangelium, betont Mohren, der aus einer alteingesessenen Metzgerfamilie in Schlich stammt. Sehr ähnlich sind die Beweggründe von Maria Oude Lansink. Nach viel Gemeindearbeit habe sie einfach nicht mehr „Managerin von irgendwas“ sein wollen, sondern als Seelsorgerin wirklich nah an den Menschen, sagt sie.

„Wir freuen uns sehr auf die Arbeit im neuen hauptamtlichen Team und natürlich auf weitere gute Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen, die uns wertvolle Unterstützung geben“, sagt Lars Goebel. Unterstützung sagte ihm und seinen Kollegen auch Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum zu. Er sei dem Bistum dankbar, dass es die so wichtige Arbeit der Krankenhausseelsorge weiter ermöglicht, betonte Dr. Blum und wünschte sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Krankenhausleitung und -seelsorge weiter so intensiv und fruchtbar bleibe.

Wer das neue Team kennenlernen möchte, hat dazu am Vorabend des Palmsonntags Gelegenheit: Am Samstag, 23. März, stellt es sich während des Gottesdienstes um18 Uhr im Foyer des Krankenhauses vor.


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