Neues Übergangssystem Schule-Beruf im Kreis Düren
Von Josef Kreutzer [05.03.2013, 16.17 Uhr]

Im Kreis Düren soll künftig möglichst kein Jugendlicher mehr beim Wechsel von der Schule in die Berufswelt stolpern. Das Neue Übergangssystem Schule-Beruf, kurz NÜS, das die NRW-Landesregierung geschaffen hat, soll das garantieren.

Landrat Wolfgang Spelthahn (l.) und Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer unterzeichneten die Vereinbarung zwischen dem Kreis Düren und der Landesregierung zur Einführung des Neuen Übergangssystems Schule-Beruf.

Landrat Wolfgang Spelthahn (l.) und Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer unterzeichneten die Vereinbarung zwischen dem Kreis Düren und der Landesregierung zur Einführung des Neuen Übergangssystems Schule-Beruf.

Demnach soll jeder Schüler der allgemeinbildenden Schulen ab der achten Klasse an einer umfassenden Berufs- und Studienorientierung teilnehmen können. Landrat Wolfgang Spelthahn und Dr. Wilhelm Schäffer, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales, ebneten NÜS jetzt mit ihren Unterschriften den Weg im Kreis Düren. Dabei dokumentierten die Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Soziales, Liesel Koschorreck, und Sandra Bozkir, Vorsitzende des Schulausschusses, sowie Lucia Breuer, stellvertretende Leiterin des Amtes für Schule, Bildung, Kultur und Sport, dass sie die Initiative des Landes voll unterstützen.

NÜS umfasst Bausteine wie eine Potenzialanalyse, eine individuelle Betreuung bei der Berufsorientierung, Praktika in Unternehmen oder bei Bildungsträgern während der Schulzeit und schließlich eine persönliche Übergangsempfehlung mit Perspektiven für das Berufsleben. Auf diese Weise sollen alle Schüler von der Förderschule bis zum Gymnasium systematisch auf den nächsten Lebensabschnitt vorbereitet werden.

"Der Kreis Düren hat dokumentiert, dass er den Weg hin zu einem echten System des Übergangs von der Schule in den Beruf konsequent gehen will", sagte Dr. Schäffer nach der Unterzeichnung der Vereinbarung. "Die Landesregierung und ihre Partner im Ausbildungskonsens sehen das Neue Übergangssystem als wesentlichen Baustein für die Sicherung eines qualifizierten Fachkräftenachwuchses an. Alle Jugendlichen sollen eine echte Chance auf Ausbildung und Qualifizierung erhalten."

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Auch Landrat Wolfgang Spelthahn betonte die Notwendigkeit, Schulabgänger vor Orientierungslosigkeit und Scheitern zu bewahren. "Jeder einzelne junge Mensch hat eine echte Zukunftsperspektive verdient. Deshalb soll jeder im Kreis Düren die Möglichkeit haben, einen zu ihm passenden Berufseinstieg zu finden." Durch intensive Vorbereitung müssten Schul-, Ausbildungs- oder Studiumsabbrüche so weit wie möglich vermieden werden.

Dass sei sowohl im Interesse der jungen Menschen als auch der Wirtschaft, denn der demografische Wandel lasse die Zahl der Schulabgänger im Kreis Düren schon bald um ein Viertel schrumpfen. "An Unterstützungsangeboten für Schüler hat es bislang ja nicht gemangelt, im Gegenteil. Wir müssen nun dafür sorgen, dass die Hilfen umfassend, systematisch und effektiv werden, denn wir dürfen keinen einzigen jungen Menschen verloren geben."

Für Liesel Koschorreck ist der möglichst reibungslose Übergang von der Schule in den Beruf eines der wichtigsten politischen Zukunftsfelder: "Das Land hat die Weichen gestellt, nun sind wir alle vor Ort gefordert, etwas zu bewegen. Wir müssen der jungen Generation die Stolperfallen aus dem Weg räumen." Auch Sandra Bozkir sieht NÜS als große Chance, die schon im Rahmen des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geleistete gute Vorarbeit im Kreis Düren auszubauen und fortzuführen.

Die Hauptaufgabe des in der Kreisverwaltung angesiedelten Regionalen Übergangsmanagements bei der NÜS-Einführung wird die Koordinierung der beteiligten Akteure bei der Berufs- und Studienorientierung auf regionaler Ebene sein. Ziel wird es sein, Konzepte zu erarbeiten, verlässliche Absprachen zu treffen und transparente Angebote zu schaffen. Das Land NRW fördert diese Detailarbeit finanziell.


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