Steigende Arbeitslosigkeit im Kreis Düren
Von Redaktion [03.10.2012, 16.25 Uhr]

Die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen ist nach einem leichten Rückgang wieder angestiegen und liegt im September bei 10.545. Sie ist damit um 252 Personen (2,4 Prozent) höher als im Vormonat August. Im Vergleich zum September 2011 gibt es einen Anstieg um 105 Perso- nen entsprechend 1,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,2 Pro- zentpunkte auf 7,8 Prozent und liegt damit auf Vorjahresniveau.

Dabei zeigte sich die Entwicklung im Bereich der Arbeitslosenversicherung (rückläufige Arbeitslo- sigkeit) und im Bereich der Grundsicherung (steigende Arbeitslosigkeit) uneinheitlich.
Mit 2.868 Betroffenen hat sich die Zahl der durch die Agentur für Arbeit Düren betreuten Menschen (Versicherungsbereich) deutlich um 221 Personen verringert. Innerhalb der Jahresfrist stieg die Zahl der Arbeitslosen um 499.

Gabriele Hilger kommentiert für die Agentur für Arbeit Düren: „Der deutliche Rückgang der Arbeits- losigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit Düren ist saisonüblich und mit Arbeits- und Ausbildungs- aufnahmen, insbesondere des Personenkreises der unter 25-jährigen Arbeitslosen, zu begründen. Gleichzeitig sind die Anzeichen für die zukünftige Arbeitsmarktlage unverändert geblieben. Gerin- gere Stellenzugänge und steigende Zugänge aus Erwerbstätigkeit in Arbeitslosigkeit belegen eine sinkende Arbeitskräftenachfrage seitens der Unternehmen in der Region.

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Bei der job-com des Kreises Düren im Rechtskreis des SGB II (Grundsicherung) stieg die Zahl der arbeitslosen Menschen nun wieder um 473 auf 7.677 Betroffene. Dies entspricht einem Anstieg um 6,6 Prozent.

Die steigende Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld II führt Landrat Wolfgang Spelthahn insbe- sondere auf die Folgen des BSG-Urteils vom 16.05.12 zurück: "Bekanntlich hat das Bundessozialgericht entschieden, dass zur Festlegung angemessener Wohn- flächen auf die Wohnungsgrößen im sozialen Mietwohnungsbau abzustellen ist. Für den Kreis Dü- ren bedeutet dies, dass den Bedarfsgemeinschaften um 5 qm größere Wohnungen zustehen. In der Folge ist die Zahl der Neuantragstellungen bei der job-com deutlich gestiegen. Selbst wenn eine Person innerhalb der Bedarfsgemeinschaft beschäftigt ist und Einkommen erzielt, erhöhen die nicht beschäftigten Angehörigen die Zahl der arbeitslosen SGB-II-Leistungsempfänger deutlich."


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