Im Kreishaus zwei Seiten einer Medaille beleuchtet
Von Josef Kreutzer [27.09.2012, 09.00 Uhr]

Energie und Ressourcen sparen ist das Gebot der Stunde: Unter Gesprächsleitung von Ingo Latotzki (r.) diskutierten v.l.: Anette Reinholz, Annett Kraushaar, Udo Zimmermann, Michael Niemczyk, Claudia Brendt und Heinrich Klocke.

Energie und Ressourcen sparen ist das Gebot der Stunde: Unter Gesprächsleitung von Ingo Latotzki (r.) diskutierten v.l.: Anette Reinholz, Annett Kraushaar, Udo Zimmermann, Michael Niemczyk, Claudia Brendt und Heinrich Klocke.

Der Energiehunger der Welt wächst zunehmend, die Rohstoffe sind endlich, dementsprechend klettern die Preise. Wie Unternehmer darauf reagieren sollten, das war das Thema der Informationsveranstaltung "Energie- und Ressourceneffizienz - Chancen für Wirtschaft und Umwelt", zu der der Kreis Düren und die Sparkasse Düren die Chefs von Firmen und Verwaltungen in das Geldinstitut eingeladen hatten. Das Fazit des Abends in Kürze: Auch ohne große Investitionen lassen sich erkleckliche Beträge sparen; und wer mehr Geld in die Hand nehmen will, der bekommt es wohl kaum jemals mehr so günstig wie derzeit.

Einer der größten Feinde des wirtschaftlichen Umgangs mit Energie und Material ist die Gewohnheit, berichtete Michael Niemczyk von der Effizienz-Agentur NRW: "Oft sind es Dinge, die sich über Jahre eingeschliffen haben und nicht hinterfragt werden." Dabei lohne es sich, neben dem Energieverbrauch vor allem den Materialeinsatz kritisch zu prüfen, denn die Rohstoffpreise seien zuletzt weit überproportional gestiegen. "Das ist eine Zeitbombe", so Niemczyk mit exemplarischem Blick auf den Kupferpreis. Ihre Beratung bietet die Agentur kostenfrei an; sollte spezielleres Fachwissen nötig sein, vermittelt sie an kostenpflichtige Experten.

Wer seinen Betrieb unter die Lupe nehmen will, um auf intelligente Weise Kosten zu senken und dabei gleichzeitig die Umwelt zu entlasten, findet kostenlosen Rat auch beim RKW NRW, dem Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V.. "Die deutschen Unternehmen könnten ihren Energieverbrauch um 30 Prozent senken, davon zehn Prozent ohne große Investitionen", berichtete Annett Kraushaar. Dank Bundesförderung bietet das Zentrum seine Impulsgespräche samt Betriebsrundgang zum Nulltarif an. Das Angebot richtet sich vor allem an Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern, die sich dem Thema bislang noch kaum gewidmet haben.

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Claudia Brendt stellte Effizienzkredite der NRW-Bank und der KfW-Förderbank vor. Wer in seinen Betrieb investieren will, um Energie oder Ressourcen zu sparen, erhält besonders verbilligte Kredite, im Extremfall liegt der Zins bei nur 0,8 Prozent. "Der Niedrigzins lässt sich bis zu 20 Jahre festschreiben", sagte sie. Erster Ansprechpartner sei vor der Investition stets die eigene Hausbank.

In einer Gesprächrunde, moderiert vom Dürener Journalisten Ingo Latotzki, vertieften die Referenten, Udo Zimmermann, Vorstandsmitglied der Sparkasse Düren, Heinrich Klocke, Geschäftsführer der Stadtwerke Düren, und Anette Reinholz, Leiterin der Wirtschaftsförderung Kreis Düren, das Thema weiter und griffen dabei auch Fragen aus dem Publikum auf.

Eine in Deutschland bewährte Art, sein Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen, ist Ökoprofit. Zehn Unternehmen aus dem Kreis Düren haben das Programm im vergangenen Jahr durchlaufen und insgesamt 51 Einzelmaßnahmen umgesetzt. Seitdem entlasten sie die Umwelt und sparen tagtäglich bares Geld. "Die zweite Ökoprofit-Runde startet im November. Derzeit nehmen wir noch Anmeldungen an", warb Anette Reinholz dafür, diese Chance beim Schopf zu packen.


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