Aus dem Polizeibericht

Dreister Tankbetrüger in Linnich aufgeflogen
Von Redaktion [19.09.2012, 15.18 Uhr]

Durch einen aufmerksamen Mitarbeiter der Stadt Linnich geriet laut Polizeibericht am Montag ein Stein und mit ihm die Ermittlungen der Polizei ins Rollen. Denn bei einer routinemäßigen Überprüfung von Abrechnungen waren dem Angestellten Unstimmigkeiten in Zusammenhang
mit Tankbelegen der städtischen Feuerwehr aufgefallen.

Stutzig geworden war der Prüfer, als ihm mehrere Quittungen einer Linnicher Tankstelle vorlagen, laut derer ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr mit Superkraftstoff betankt worden sein sollte. Da derlei Einsatzfahrzeuge jedoch ausschließlich mit Dieselkraftstoff betrieben werden, witterte der Bedienstete des Ordnungsamts einen Betrug und schaltete die Polizei ein. Die Beamten stießen im Zuge ihrer Ermittlungen an der fraglichen Tankstelle noch am selben Vormittag auf des Rätsels Lösung.

Ein 24 Jahre alter Mann aus Linnich, der sich für eine Mitgliedschaft in einer Löschgruppe beworben hatte, hatte sich seine bereits anderweitig erwobenen Kenntnisse über die Verfahrensweise beim Betanken von Dienstfahrzeugen zu Nutzen gemacht. Er hatte im Zeitraum zwischen Anfang August und Anfang September 2012 in acht Fällen seine privaten Fahrzeuge an der Tankstelle befüllt und die Rechnung jeweils auf ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr ausstellen lassen. Da er bei allen seinen Taten eine Feuerwehruniform trug und sich zuvor telefonisch imNamen der Dienststelle angekündigt hatte, bestand für die Mitarbeiter der Tankstelle kein Grund, dieses Vorgehen in Frage zu stellen.

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In einem Fall stiftete der Linnicher auch einen 15-jährigen Bekannten dazu an, mit seinem Roller zur Tankstelle zu fahren und dort zwei Kanister mit Superkraftstoff zu füllen. Die Bezahlung, natürlich nach telefonischer Vorankündung, verlief auch hier in gewohnter Weise. Insgesamt waren durch diese Masche fast 400 Liter Superkraftstoff im Wert von 660 Euro fälschlicher Weise der Stadt
Linnich in Rechnung gestellt worden.

Bei der Durchsicht der Videoaufzeichnungen der Tankstelle stellten die ermittelnden Polizeibeamten fest, dass an einem der vom Täter genutzten Fahrzeuge Kennzeichen angebracht waren, die bereits vor einiger Zeit als gestohlen gemeldet worden waren. Über ein weiteres Autokennzeichen kamen die Ermittler dem 24-Jährigen dann schließlich auf die Spur. An der Adresse des 46 Jahre alten Fahrzeughalters in der Gemeinde Hückelhoven wurde der junge Tatverdächtige angetroffen und mit den Vorwürfen des Tankbetrugs und Kennzeichendiebstahls
konfrontiert. Überrascht vom umfangreichen Wissen der Beamten gab der Linnicher alle Taten unumwunden zu.

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungsarbeit wurden weitere Straftaten bekannt, die ebenfalls zur Anzeige gebracht werden konnten. So wird dem 24 Jahre alten Linnicher auch vorgeworfen, die
Autos ohne gültige Fahrerlaubnis geführt zu haben. Eines der genutzten Fahrzeuge war außerdem weder angemeldet noch versichert. Und ein gestohlenes Funkgerät konnte ebenfalls aufgefunden und sichergestellt werden.


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