Junge THW-ler fiebern Bundeswettkampf entgegen
Von Redaktion [16.06.2012, 08.52 Uhr]

Die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks aus Hürtgenwald fiebert dem 4. August entgegen. Dann reisen die Zwölf- bis 17-Jährigen zur Deutschen Meisterschaft der THW-Jugend nach Landshut. Dort treffen sich die jeweils besten Mannschaften aus den 16 Bundesländern zum Kampf um den Titel.

Eingerahmt wird dieser Wettkampf von dem THW-Bundesjugendlager, an dem etwa 4.500 junge THW-ler aus ganz Deutschland teilnehmen werden. Die Jugendgruppe aus Hürtgenwald unter Leitung von Guido Jörres bleibt eine knappe Woche in Bayern, um sich mit dem jeweils besten Team aus jedem Bundesland zu messen.

Die Ehre, das Land Nordrhein-Westfalen vertreten zu dürfen, haben sich die Hürtgenwalder im vergangenen Jahr redlich verdient. Zunächst haben sie sich im Rahmen eines Wettkampfes als beste Mannschaft der Region für den Landeswettkampf in Olpe qualifiziert. Dort verwiesen die acht Nachwuchskräfte elf weitere Teams von Rhein und Ruhr auf die Plätze. Die intensive Vorbereitung in der THW-Unterkunft in Bergstein hatte sich ausgezahlt. Neben dem Siegerpokal nahmen die Eifeler auch den Fairness-Pokal für die beste Teamleistung entgegen.

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Bei einem Besuch im Kreishaus Düren schilderten der THW-Ortsbeauftragte Dr. Helmut Heuser und die Jugendlichen Ronja und Marius Fahle, Maurice Petzoldt und Andreas Nußbaum Landrat Wolfgang Spelthahn die Anforderungen, denen sie sich stellen mussten. Zu den schwierigen Aufgaben zählte der Bau eines stabilen Mastkrans aus drei vier Meter langen Baumstämmen, der am Ende einen Praxistest bestehen musste. Ein anderes Beispiel: Eine verletzte Person sollte aus einem teilweise eingestürzten Haus gerettet werden. Dabei galt es, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und ein Loch in eine Mauer zu stemmen. Erstversorgung des Verletzten und Abtransport mittels Bergungswanne rundeten das Szenario ab. Neben praktischen Fertigkeiten war bei den Übungen auch Köpfchen gefragt. Das Ganze natürlich unter Zeitdruck. Doch genau das mache den Reiz aus, so die jungen THW-ler.

Derzeit bereiten Dr. Helmut Heuser, Guido Jörres, Marco Stupp, Felix Reimer, Lucia Gerdes, Thomas Heuser und Jens Ruick die Jugendlichen auf die Deutsche Meisterschaft in Landshut vor, von denen dann die besten Zehn in die Wettkampfmannschaft berufen werden. Im Juli steht außerdem ein einwöchiges Trainingslager an der THW-Bundesschule in Hoya/Niedersachsen auf dem Programm, welches die Jugendlichen neben dem Siegerpokal als Preis vom THW-Landesverband NRW erhalten haben.

Die gute Ausbildung und tolle Kameradschaft haben sich herumgesprochen. 50 Nachwuchskräfte zählt das Hürtgenwalder Jugend-THW mittlerweile und ist somit eines der größten in NRW. Während bei den Sieben- bis Elfjährigen einmal im Monat neben der einfachen Fachausbildung der Spaß am Spiel im Vordergrund steht, trainieren die Zwölf- bis 17-Jährigen alle 14 Tage, um vollwertige Retter zu werden. Landrat Wolfgang Spelthahn würdigte die exzellente Nachwuchsarbeit des THW Hürtgenwald und wünschte dem Team für die große Herausforderung in Landshut Glück und Erfolg


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