TelefonSeelsorge hat neue Mitarbeiter
Von Johannes de Kleine  [17.06.2012, 08.41 Uhr]

J. Sannig, U. Grab, K. Prey und M. Kranz (v.l.n.r.)	Foto: dK

J. Sannig, U. Grab, K. Prey und M. Kranz (v.l.n.r.) Foto: dK

In Nideggen wurden vier neue Mitarbeiterinnen zu ihrem Dienst in der ökumenischen TelefonSeelsorge (TS) Düren-Heinsberg-Jülich beauftragt. Pfarrerin Kirsten Prey, stellvertretende Leiterin der TS, hielt den Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Kerstin Kreitz an der Orgel und der Chor „Laudate Dominum“ unter Leitung von Christoph Goffart sorgten für die feierliche musikalische Gestaltung.

In Gottes Auftrag Menschen das Ohr leihen
Der Superintendent des Kirchenkreises Jülich, Pfarrer Jens Sannig, dankte den vier Mitarbeiterinnen dafür, dass sie nach einer intensiven Ausbildung ihren Dienst in der TS anträten.
Nur durch die ehrenamtliche Mitarbeit vieler sei es möglich, dass die TS Düren-Heinsberg-Jülich an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr Menschen in Not zur Verfügung stehe und sie die Nähe Gottes spüren lasse.

Im Auftrag des Kuratoriums der TelefonSeelsorge überbrachte Pfarrerin Ulrike Grab den neuen Mitarbeiterinnen herzliche Glück- und Segenswünsche für ihren Dienst. „Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der Herr.“ – so heißt es in den Sprüchen Salomos. Für mich umschreibt dieser Bibelvers treffend das, was Telefonseelsorge ausmacht.“ Mit dem Übereichen der entsprechenden Urkunde wurde offiziell „die Zulassung zum seelsorgerlich-beraterischen Dienst in der TelefonSeelsorge Düren-Heinsberg-Jülich ausgesprochen.“

Heilsame Gespräche am Telefon
Margot Kranz, Leiterin der TS, begrüßte die vier „Neuen“ auch im Namen des katholischen Partners in der TS, dem Bistum Aachen, und des dortigen Leiters der Hauptabteilung Seelsorge, Pfarrer Rolf Peter Cremer. Sie machte den Mitarbeiterinnen Mut für ihren Dienst: „Leid, Schicksalsschläge und Probleme von Anrufenden können wir nicht lösen, das habt ihr gelernt; aber wir können sie unterstützen und zu einer positiven Lebenserfahrung ermutigen in dem sie sich im Gespräch angenommen und als wertvoll erleben.“

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Und Doris, selbst langjährige Ehrenamtliche im Dienst der TS, wünschte ihren neuen Kolleginnen, dass sie ihren Dienst, in dem sie anderen zum Segen würden, auch als persönliche Bereicherung erlebten.

Pfarrerin Prey übergab abschließend jeder der vier Damen einen Anhänger zum Schlüssel für die Räume der TS.

In der Nacht sieht man vieles klarer – Jesus im Gespräch mit Nikodemus
In ihrer Predigt legte Pfarrerin Prey das im Johannesevangelium überlieferte nächtliche Lehrgespräch Jesu mit dem Theologen Nikodemus aus. „Derartige Lehrgespräche sind nicht unser primäres Geschäft in der TS. Und doch kommt es manchmal vor, dass wir gefragt werden nach Gott. Dass jemand wissen will, ob wir glauben; wie das ist, mit dem ewigen Leben. Wie gut, wenn wir uns dann nicht hinter unserem Handwerk Seelsorge verstecken, weil wir uns scheuen, dazu etwas zu sagen. Aus Angst, nicht die richtigen Worte zu finden, zum Beispiel. Und wer möchte schon ins Stammeln geraten?“ Aber, so Pfarrerin Prey weiter: „Stammeln und Nicht-Wissen gehören dazu. Und ich vermute, dass dort, wo wir stammeln, andere den Mut finden, selber nach Worten zu suchen. So dass wir im Gespräch miteinander Gottes Reich entdecken.“

TelefonSeelsorge: Anspruchsvolle und belastende Arbeit – und fröhliche Feste
Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Mitarbeiterinnen der TS zu einer fröhlichen Feier. Denn auch das gehört zur Arbeit der TelefonSeelsorge Düren-Heinsberg-Jülich als fester Bestandteil dazu: liebevoll gestaltete und gemeinsam vorbereitete Feste als Ausgleich für den anstrengenden Dienst am Telefon – und als Möglichkeit, einander kennen zu lernen und miteinander im Gespräch zu sein.

TelefonSeelsorge sucht weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die TelefonSeelsorge bildet auch im kommenden Jahr wieder aus. Kursbeginn ist voraussichtlich im Sommer 2013. Gesucht werden Menschen, die belastbar sind, die Krisen anzunehmen gelernt haben und mit ihnen umzugehen und gleichzeitig ihre Grenzen kennen. Für die Übernahme dieser verantwortungsvollen Aufgabe wird eine qualifizierte Ausbildung angeboten. Der Dienst wird überwiegend von ehrenamtlich Mitarbeitenden geleistet: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. Interessierte können sich melden unter: Tel. 02421-10403 oder unter dueren@telefonseelsorge.de für Informationsmaterial


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