Familienbericht liegt vor

Über 92 Prozent der Familien fühlen sich wohl im Kreis Düren
Von Redaktion [20.05.2012, 17.29 Uhr]

Den Familienbericht präsentieren (v.l.) Gregor Dürbaum, Insa Breuer, Elke Ricken-Melchert, Angelika Schmitz und Landrat Wolfgang Spelthahn.

Den Familienbericht präsentieren (v.l.) Gregor Dürbaum, Insa Breuer, Elke Ricken-Melchert, Angelika Schmitz und Landrat Wolfgang Spelthahn.

Wer wissen will, wo Familien im Alltag der Schuh drückt, sollte sie selbst fragen. Die Soziologin Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich von der Katholischen Hochschule NRW hat das 2011 im Auftrag des Kreises Düren im großen Stil getan. Nach dem Zufallsprinzip wurden 40 Prozent der 18.140 Familien im Zuständigkeitsbereich des Kreis-Jugendamtes (alle Kommunen außer Düren) für die anonyme Befragung ausgewählt. Die Resonanz war enorm. Weit über 2500 der 7250 angeschriebenen Familien schickten ihren Fragebogen ausgefüllt zurück, was einer Rücklaufquote von über 35 Prozent entspricht. Die wissenschaftliche Auswertung liegt nun als erster Familienbericht des Kreises Düren vor.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse vorweg: Über 92 Prozent der befragten Familien fühlen sich wohl zwischen Titz und Heimbach. Eine andere Zahl untermauert diese erfreuliche Aussage: Fast 80 Prozent der Befragten wohnen schon länger als zehn Jahre im Kreis Düren.

Die Antworten kamen zu 88 Prozent aus Paarhaushalten, die Zahl der Alleinerziehenden war deutlich geringer. Im Schnitt lebten 1,8 Kinder in den Haushalten, die sich an der Umfrage beteiligten. Das monatliche Durchschnittseinkommen betrug 2700 Euro, wobei es in jedem zweiten Alleinerziehenden-Haushalt keinen Spielraum für Extras gab, da hier höchstens 1500 Euro zur Verfügung standen.

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Was steckt hinter der Aussage "wir fühlen uns wohl"? Kindergerechte Wohnverhältnisse und ein familienfreundliches Wohnumfeld, Unterstützung durch Partner und Freunde sowie ein ausreichendes Einkommen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind entscheidende Wohlfühlbedingungen. Rund 95 Prozent der Befragten stimmten darin jeweils überein. Ebenso wichtig ist etwas, das sich mit Geld nicht kaufen lässt, nämlich die gesellschaftlich Anerkennung von Familien.

Es ist aber nicht alles Gold. Mehr als jeder zweite Befragte fühlt sich belastet, jedoch mehr vom Arbeitsstress als von der Familie. Die Liste der familiären Sorgen führt das Geld an (44 Prozent), gefolgt vom Arbeitsstress (42) und mangelnden Möglichkeiten, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen (37). Dann folgen schulische Probleme (34) und Erziehungsprobleme (29).
Die Einschränkungen, die Kinder mit sich bringen, nimmt die Mehrheit gerne in Kauf. Ihre Kinder sind ihnen mehr wert als ihre individuelle Freiheit, sagten 54 Prozent der Befragten.

Dass sich die große Mehrheit der Familien im Kreis Düren wohlfühlt, freut Landrat Wolfgang Spelthahn sehr, denn sie sind die Zukunft des Kreises Düren, zumal in Zeiten des demografischen Wandels. "Unsere Initiative für Familie hat seit ihrer Gründung vor vier Jahren schon sehr viel Positives geschaffen. Das hat sicher mit dazu beigetragen, dass sich so viele Familien im Kreis Düren wohlfühlen."
Der Familienbericht des Kreises Düren ist im Internet unter www.kreis-dueren.de als pdf-Datei hinterlegt.


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