Frischer Wind für die Wirtschaft im Kreis Düren
Von Redaktion [22.03.2012, 08.33 Uhr]

Anette Reinholz stellte jetzt das Konzept für die neue Stabsstelle für Wirtschaftsförderung des Kreises Düren vor.

Anette Reinholz stellte jetzt das Konzept für die neue Stabsstelle für Wirtschaftsförderung des Kreises Düren vor.

Nach einem halben Jahr hat Anette Reinholz ihre Vorstell- und Kennenlernreise durch den Kreis Düren abgeschlossen; jetzt stellte die Leiterin der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung der Kreispolitik die Neukonzeption ihres Arbeitsbereiches in der Kreisverwaltung vor.

Was die Wirtschaftsfördererin bei ihrer Rundreise gesehen und gehört hat, stimmte sie hoffnungsvoll. Denn über Grundtugenden wie eine hervorragende Lage und optimale Verkehrswege hinaus kann der Kreis Düren mit zahlreichen Extras aufwarten: mit einer ausgezeichneten Forschungs- und Wissenschaftslandschaft im nördlichen Kreisgebiet zum Beispiel, dem sich abzeichnenden chancenreichen Strukturwandel im indeland und der wunderschönen Landschaft im südlichen Kreisgebiet.

Fäden gibt es also genug, die es sich aufzugreifen lohnt. "Doch Arbeitsplätze schaffen, das kann nicht die öffentliche Hand, das können nur die Unternehmen", warnte Anette Reinholz vor falschen Erwartungen an sie und ihr vierköpfiges Team. Aufgabe der Wirtschaftsförderung sei es, ein wirklich gutes Wirtschaftklima zu schaffen – durch kontinuierliche, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Partnern.

Dabei setzt sie zum einen auf die klassischen Instrumente der Wirtschaftsförderung: Bestandspflege, Gründungs- und Festigungsberatung, Gewerbeflächenentwicklung und Ansiedlungen, wobei letztere "seltene Sternstunden" seien. Zum Kerngeschäft der Bestandspflege gehören intensive Kontakte zu den Kommunen und den Firmen vor Ort. Als Dienstleister wird ihr Team die Unternehmen mit Rat und Tat unterstützen, etwa als Behördenlotse oder als Antrags- und Beratungsstelle für Förderprogramme oder in einem noch zu schaffenden Gründerzentrum.

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"Gemeinsam sind wir stark": So könnte das Motto der innovativen Instrumente der Wirtschaftsförderung lauten. Dabei steht die regionale Netzwerkarbeit im Vordergrund. "Wir brauchen ein Standortbündnis aller Akteure im Kreis Düren", forderte Anette Reinholz. Daran sollen sich die Schwergewichte im wirtschaftlichen Leben des Kreises beteiligen, etwa die Forschungseinrichtungen, Geldinstitute, Verbände, Kammern und Fachbehörden. Durch die Vernetzung soll zum Beispiel der Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in der Region intensiviert werden. Hier wäre deutlich mehr möglich: mehr Austausch und dadurch mehr neue Jobs.

Man muss vorhandene Stärken stärken, lautet Anette Reinholz' Credo. Als Schlüsselbranchen hat die Wirtschaftsfördererin die Sparten Transport und Logistik, die Gesundheitswirtschaft und den Bereich Papierindustrie/Maschinenbau ausgemacht. Doch auch für die Kreativwirtschaft sieht sie deutliche Entwicklungspotenziale an der Rur.

Ganz weit oben auf ihrer Agenda steht das Standortmarketing. Die Bekanntheit und das Image des Kreises will sie durch vielfältige Maßnahmen optimieren, um das Rurgebiet für Firmen und qualifizierte Arbeitskräfte wahrnehmbar und attraktiv zu machen. So wartet ihre Stabsstelle bald mit einem frischen Internetauftritt auf. Als weitere Priorität in ihrem reichhaltigen Konzept nennt sie die Identifizierung, Schaffung und Vermarktung von überregional bedeutsamen, attraktiven Gewerbeflächen. Das geplante Containerterminal will sie aktiv nach vorne bringen. "Wir haben eine enorme Bandbreite und ein großes Potenzial im Kreis Düren", freut sich Anette Reinholz, dass für sie nun die Zeit des Anpackens angebrochen ist.


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