IHK-Umfrage erwartet Stabilisierung auf hohem Niveau

Weiter gute Konjunktur im Rheinland
Von Redaktion [09.03.2012, 13.58 Uhr]

Die Wirtschaftslage im Rheinland ist weiterhin sehr gut. Allerdings gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die günstige Wirtschaftsentwicklung in den nächsten Monaten leicht gedämpft werden könnte. Das ist das Ergebnis des in Köln präsentierten „Konjunkturbarometers“ der Industrie- und Handelskammern im Rheinland. In die Auswertungen sind die Antworten von rund 2.300 Unternehmen aus den Regionen Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid eingeflossen.

„Neun von zehn Unternehmen berichten über eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Zur guten Gesamtlage im Rheinland tragen bis auf den Einzelhandel alle Wirtschaftszweige bei“, sagt Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. Die Geschäftssituation der Industriebetriebe habe sich auf hohem Niveau stabilisiert, Dienstleister und Großhandel hätten kräftig aufgeholt. „Lediglich die Einzelhändler schätzen ihre wirtschaftliche Situation negativer ein als zuvor, wenngleich die positiven Stimmen noch überwiegen. Über alle Branchen hinweg sind offenbar viele Unternehmen mit ihrer aktuellen Umsatz- und Ertragsentwicklung zufrieden“, erläutert Drewes. Am besten läuft es derzeit in der IT-Branche, dem Ernährungsgewerbe, der Kunststoffindustrie, der Kredit- und Versicherungsgewerbe, der Elektroindustrie sowie bei Beratern und Wirtschaftsprüfern. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen hatten sich bereits im Verlauf des vergangenen Jahres eingetrübt und sind seit dem
Herbst nochmals leicht zurückgegangen. Ein spürbarer Abschwung ist derzeit aber nicht in Sicht.

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Der Beschäftigungsaufschwung im Rheinland setzt sich deshalb zunächst fort. In verschiedenen Industriezweigen ist es jedoch jetzt schon schwierig, offene Stellen zu besetzen. Die Personalengpässe betreffen insbesondere den Maschinen- und Fahrzeugbau, die Bauindustrie und das Ernährungsgewerbe.

Die Auslandsinvestitionen dürften 2012 zunehmen. Dies gilt in besonderer Weise für die Maschinen- und Fahrzeugbauer. Die Schwerpunkte der Auslandsinvestitionen lagen in den vergangenen Jahren eindeutig bei den Markterschließungs- und Vertriebsaktivitäten. Nur bei 16 Prozent spielt das Kostenmotiv eine vordringliche Rolle, allerdings mit steigender Tendenz. „Bei den Auslandsinvestitionen bevorzugt jedes zweite Unternehmen die 15 Kernmitglieder der Europäischen Union“, erklärt Drewes. „China folgt mit einem Anteil von 29 Prozent, liegt allerdings bei den Industrieunternehmen mit einem Anteil von 40 Prozent vorn.“

Die größten Risiken für die Konjunktur sehen die rheinländischen Unternehmen in der Entwicklung der Inlandsnachfrage, den Energie- und Rohstoffpreisen sowie den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Die Sorge um die Inlandsnachfrage spiegelt sich auch in den skeptischen Geschäftserwartungen des Einzelhandels wider. „Die Energie- und
Rohstoffpreise spielen im Ernährungsgewerbe, in der Chemischen Industrie und in der Logistik eine entscheidende Rolle“, betont Drewes. „Mehr als 60 Prozent der Indus­trieunternehmen sehen hier den entscheidenden Risiko-Faktor.“


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