Ermittlungs-Ergebnisse präsentiert

Aldenhoven: Einbruchserie geklärt – Drogenhändler festgenommen
Von Redaktion [12.08.2005, 17.03 Uhr]

Zu Beginn des Jahres 2005 wurde in Aldenhoven eine Serie von Eigentumsdelikten begangen. Im Zuge der Einbrüche kam es auch zum Großbrand in der Realschule und in einem Bürogebäude. Als Täter wurden drei 21, 22 und 39 Jahre alte Verdächtige festgenommen, die inzwischen teilweise zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Im Zuge der Ermittlungen ergaben Hinweise zu illegalem Rauschgifthandel im Großraum Aldenhoven. Dies teilte Landrat Spelthahn als oberster Dienstherr der Kreispolizeibehörde bei einer Pressekonferenz mit.

Die polizeilichen Ermittlungen führten schon bald zu einem 31 Jahre alten Mann aus Aldenhoven. Er wurde verdächtigt, größere Mengen Betäubungsmittel über einen „Verteilerkreis“ in Kleinportionen an Drogenabhängige in der Umgebung umzusetzen. Fünf sogenannte „Unterhändler“ zwischen 20 und 28 Jahren wurden aktenkundig. Sie wurden durch den Haupttäter zum Teil durch Gewaltandrohung zum Drogenhandel genötigt und für den Fall, dass sie gegen ihn bei der Polizei eine Aussage machen werden. Dennoch waren die Beschuldigten bei ihren Vernehmungen nach einer Durchsuchungs- und Festnahmeaktion der Polizei am 22. Juli überwiegend geständig.

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Auch der Dealer legte bei der Polizei ein Geständnis ab. Ihm wird vorgeworfen, seit Herbst letzten Jahres bis zu seiner Festnahme Beschaffungsfahrten in die Niederlande und den Aachener Raum unternommen zu haben. Dabei soll er etwa 3,6 Kilogramm Amphetamine und etwa 1,8 Kilogramm Marihuana gekauft haben. Gegen ihn ordnete das Amtsgericht Düren Untersuchungshaft an.

Als Dealer überführt werden konnte auch ein 28-jähriger Drogenabhängiger. Er war erst im September 2004 aus dem Gefängnis entlassen worden. Seine Freiheit nutzte er bald, um einige Wochen lang Jülicher und die Aldenhovener Junkies mit zwei 21 und 22 Jahre alten Mittätern mit Drogen zu beliefern. Die Ermittler wiesen ihm den Handel mit etwa 600 Ecstasy-Tabletten und einem Kilogramm Marihuana nach.

Die Maßnahmen der Polizei dehnten sich aber auch auf mehrere Personen aus, die in Siersdorf mit Rauschgift handelten. Ermittelt wurden fünf Männer im Alter von 19 bis 32 Jahren und eine 20-jährige Frau. Die Tatverdächtige war geständig. Sie gab zu zwischen Sommer 2004 und Februar 2005 etwa 1000 Ecstasy-Tabletten, etwa 500 Gramm Amphetaminen und 200 Gramm Marihuana in den Umlauf gebracht zu haben. Das Rauschgift wurde teilweise auch an Minderjährige abgegeben.

Gegen alle Personen, die der Polizei in der Mehrzahl bereits bekannt waren, wurden Strafanzeigen eingeleitet. Die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Aachen werden fortgesetzt. Mehr als 40 Beschuldigte, bei denen es sich vornehmlich um Rauschgiftkonsumenten handelt, müssen noch vernommen werden. Sie werden erhalten derzeit ihre Vernehmungstermine bei der Ermittlungsgruppe schriftlich mitgeteilt.


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