Akten digital geführt

Papierlose Büros im Dürener Jobcenter
Von Redaktion [23.09.2010, 15.03 Uhr]

Landrat Wolfgang Spelthahn (sitzend), Kreisdirektor Georg Beyß und job-com-Amtsleiter Karl-Josef Cranen (v.l.) sind überzeugt, dass das papierlose Jobcenter viele Vorteile hat.

Landrat Wolfgang Spelthahn (sitzend), Kreisdirektor Georg Beyß und job-com-Amtsleiter Karl-Josef Cranen (v.l.) sind überzeugt, dass das papierlose Jobcenter viele Vorteile hat.

Mit dem Umzug der job-com des Kreises Düren in das neue Verwaltungsgebäude „Haus D“ beginnt eine neue Ära. Die Hartz IV-Empfänger aus der Kreisstadt spüren die Verbesserung, weil sie in einem Jobcenter bedient werden. Dort erhalten sie alle Hilfen aus einer Hand.

Das Hin und Her zwischen Rathaus und Kreishaus und weiteren Anlaufstellen in der Stadt Düren ist damit passé. Auch für die Beschäftigten ist der Umzug mehr als ein bloßer Ortswechsel, denn sie arbeiten ab Januar 2011 in papierlosen Büros. Fotokopien, Durchschriften, Hängeregister, Aktenschränke? All das wird es in Haus D nicht mehr geben, denn dort werden die Akten per Computer geführt.

„Wenn nicht jetzt, wann dann ...?“, kommentiert Landrat Wolfgang Spelthahn das weitere Vordringen ins digitale Zeitalter. In der Tat: Mit dem Jahreswechsel findet in Düren eine Art Familienzusammenführung in einem völlig neuen Gebäude unter dem Logo der job-com statt. Die 80 Mitarbeiter der Stadt Düren, die derzeit im Rathaus für das Berechnen und Auszahlen der Hartz IV-Gelder zuständig sind, siedeln ebenso in das neue Jobcenter über wie jene 125 des Kreises Düren, die das Qualifizieren und Vermitteln der Hilfebedürftigen übernehmen. „Da lag der Schritt zur Digitalisierung auf der Hand, denn sie hat viele Vorteile“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Werbung

Auf rund 18 Meter Akten greift jeder Sachbearbeiter bei seinen laufenden Fällen zu, weiß job-com-Amtsleiter Karl-Josef Cranen: „Das summiert sich ganz ordentlich. Vom Archiv ganz zu schweigen.“ Zwar ist Haus D mit 7500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche groß wie ein Fußballplatz, doch der Raum ist letztlich endlich. Wenn Akten allerdings lediglich Speicherplatz auf Festplatten benötigen, dann schrumpfen die Dimensionen gewaltig. Auch kostenmäßig. Denn PC-Hardware ist preiswerter als Büromöbel und Stauraum. „Wir sparen unter dem Strich pro Arbeitsplatz 1300 Euro ein“, berichtet Kreisdirektor Georg Beyß, der für die job-com verantwortliche Dezernent.

Da digitale Akten auch im alltäglichen Arbeitsablauf Vorteile haben, weil sie leichter bearbeitet, sortiert und verschickt werden können, laufen die Vorbereitungen für die Systemumstellung auf Hochtouren. Derzeit werden die im Dürener Rathaus geführten Akten von acht Brückenjobbern in einer einmaligen Aktion digitalisiert. Per Scanner erfassen sie Blatt für Blatt, damit die Mitarbeiter bei ihrem Umzug ins Jobcenter kein Papier mitnehmen müssen. Auch die job-com-Mitarbeiter, die in den 14 weiteren Rathäusern ortsnah Ansprechpartner für den Hartz IV-Leistungsbezug sind, werden künftig alle neuen Akten digital anlegen.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang
„Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“, heißt ein ziemlich bekanntes Fest- und Feierlied. Da so ein 50-jähriges Jubiläum bei der Kita „Die kleinen Strolche“ in erster Linie ein Fest für die Kinder ist, hat sich das Team der Einrichtung überlegt, mit den Kindern, die sie im Moment besuchen, kräftig und sieben Tage lang zu feiern. Es geht los mit dem Dasda Theater, das am Donnerstag, 27. April, das Stück Petterson und Findus im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, für die Kita-Kinder aufführen wird.  [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden
Einen Ruhepol im Alltag finden. Innehalten, dem eigenen Getriebensein im Leben regelmäßig einen Ort des Atemholens zu geben, dazu dienen Exerzitien im Alltag. Seit fast 20 Jahren wird in St. Rochus Jülich diese Tradition in der Fastenzeit gepflegt. [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung