Rund um die Orgelpfeifen von Düren
Von Arne Schenk [24.09.2010, 08.11 Uhr]

Von rechts nach links: Ria Flatten, Paul Larue, Stefan Iseke, Osiris Pausch, Hans-Josef Loevenich, Jeannine Bruno, Reinhard Berg

Von rechts nach links: Ria Flatten, Paul Larue, Stefan Iseke, Osiris Pausch, Hans-Josef Loevenich, Jeannine Bruno, Reinhard Berg

„Sobald wir die Orgel haben, müssen wir etwas richtig Großes machen“, hatte Stefan Iseke, Kantor an der evangelischen Christuskirche in Düren erklärt. Gemeint ist die Metzler-Orgel der Annakirche, die im Frühjahr 2010 eingeweiht worden ist. Der dortige Kantor Hans-Josef Loevenich fügt hinzu: „Wir haben dann Angebote zusammengefasst und andere mit ins Boot genommen.“ Herausgekommen ist der „1. Dürener Orgelherbst“, der mit 19 Veranstaltungen vom 25. September bis 3. Oktober unter der Leitung von Iseke und Loevenich das Thema „Orgel“ in den Mittelpunkt hebt.

Erich Kästners „Die Konferenz der Tiere“ mit Musik von Christiane Michel-Ostertun startet das ehrgeizige Projekt am Samstag, 25. September, 16 Uhr, in der Christuskirche. Die Gotteshäuser St. Marien, St. Josef, St. Bonifatius, St. Anna und Christuskirche demonstrieren an diesem Wochenende zudem in ihren Gottesdiensten eine Klangvielfalt der verschiedenen Instrumente anhand von Werken unter anderem von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Joseph Rheinberger.

Wie sich die Orgeln von Heintz, Klais, Steinmeyer und eben Metzler unterscheiden, offenbart am Sonntag, 26. September, 14 Uhr, eine Orgelwanderung zu St. Josef, St. Joachim, Christuskirche und St. Anna, wo die jeweiligen Musiker ihr Instrument vorstellen und zeitlich einordnen. „Jede Orgel bekommt ihre Zeit“, unterstreicht Reinhard Berg, Kantor von St. Josef. Worauf es beim Orgelbau ankommt, dokumentiert eine Besichtigung der Orgelbaufirma Peter in Köln am Dienstag, 28. September.

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Die „Macht des Klanges“ zu erleben, wenn es „Piep und Böhrr“ macht, das ist die Intention des „Boys & Girls Club“, den die Musikpädagogik des Leopold Hoesch Museums am Donnerstag, 30. September, inszeniert. „Wir haben eine sehr naive, sehr freie Konzeption“, erklärt Osiris Pausch. Jeannine Bruno ergänzt: „Es geht darum: Wie kann man Jugendliche motivieren, wie lassen sich Wege zur Orgelmusik aufzeigen?“ Es geht darum, mit kindlichen Augen an Musik und Kunst heranzugehen. Die Hemmschwelle zu dem erhabenen Instrument abzubauen, ist auch Intention der Schnupperstunde am Freitag, 1. Oktober, 15 Uhr.

„Ich bin überzeugt, das wird super eingeschlagen“, bekräftigt Dürens Bürgermeister Paul Larue, der nicht nur die Schirmherrschaft übernommen hat, sondern auch einen Programmpunkt. In einer „Mixtur aus Literatur und Orgelmusik“ liest er am Mittwoch, 29. September, 19.30 Uhr, in St. Anna aus dem Roman „Die Offenbarung“ von Robert Schneider.

Für das Abschlusskonzert am Sonntag, 3. Oktober, 20 Uhr, präsentiert St. Anna mit Prof. Clemens Gans aus Köln einen Wunschkandidaten. Mit Werken von César Franck, Robert Schumann und Louis Vierne kann dieser zeigen, dass Metzler-Orgeln heutzutage nicht mehr „barockisierend“ klingen müssen.


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