Rurtalbahn will neue Jobs schaffen

Bald neues Güterterminal im Kreis Düren?
Von Redaktion [21.06.2010, 08.57 Uhr]

Durch den Bau eines Containerterminals im Kreis Düren soll die Region künftig noch stärker vom internationalen Warenverkehr profitieren.

Durch den Bau eines Containerterminals im Kreis Düren soll die Region künftig noch stärker vom internationalen Warenverkehr profitieren.

Die Rurtalbahn will durch den Bau eines Verladeterminals im Kreis Düren künftig noch stärker vom boomenden Güterverkehr auf der Schiene profitieren und damit zahlreiche neue Stellen schaffen. Das kündigte Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Rurtalbahn an.

Das Fraunhofer Institut hatte in einer Studie mehrere mögliche Standorte in der Region untersucht, wobei sich der Dürener Vorbahnhof gegenüber Stolberg und Würselen-Merzbrück als der am besten geeignete Platz erwies. Die Stolberger Euregiobahn (EVS) hatte die beiden alternativen Standorte in der Städteregion Aachen ins Gespräch gebracht. „Wir akzeptieren das Ergebnis und unterstützen den Bau des Güterterminals im Kreis Düren vorbehaltlos, denn nur so haben wir die Chance, dass sich das wichtige Projekt in unserer Region verwirklichen lässt“, sagte Aachens Städteregionsrat Helmut Etschenberg im gemeinsamen Pressegespräch. Das Gutachten, das die Rurtalbahn, die Euregiobahn sowie der Kreis Düren und die Städteregion finanziert hatten, soll in der nächsten Woche offiziell präsentiert werden.

Ob die Schnittstelle zwischen Schiene und Straße tatsächlich im Dürener Vorbahnhof – also an der Hauptstrecke Aachen-Köln in Richtung Merzenich – angesiedelt wird, sei noch offen, sagte Landrat Spelthahn. Denn den Ausschlag für den Kreis Düren habe letztlich die Nähe zum überlasteten Containerterminal Köln-Eifeltor gegeben.

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In Gesprächen mit der Deutschen Bahn müsse nun erörtert werden, wo genau der Anschluss eines Güterverkehrszentrums an die Hauptstrecke am besten möglich ist. Denkbar sei als Standort auch das interkommunale Gewerbegebiet Rurbenden/Talbenden an der Dürener Autobahnanschlussstelle A4, wo ein privater Investor einen Autohof bauen möchte.

„Wir haben einen regional abgestimmten Standort und müssen die Förderanträge jetzt möglichst schnell auf den Weg bringen, damit wir den Zuschlag bekommen“, sind sich Landrat Spelthahn und Städteregionsrat Etschenberg einig, dass Eile geboten ist, denn die Konkurrenz entlang der Rheinschiene schlafe nicht. Da die Rurtalbahn täglich mit ihren Güterzügen sowohl auf belgischen wie auf niederländischen Gleisen unterwegs ist, besteht unmittelbarer Kontakt zu den Nordseehäfen, den Toren Europas zur Welt. Wie viele der „heißbegehrten Jobs“ in der Logistikbranche künftig entstehen, darauf wollte sich Landrat Spelthahn nicht festlegen, denn das hänge stark von Firmenansiedlungen im Umfeld ab. Auf jeden Fall habe das Terminal „riesige Marktchancen“.

Im Gegenzug für die Kooperation der Städteregion unterstützt der Kreis Düren die Forderung nach dem Bau eines dritten Gleises zwischen Aachen und Düren. „Dieser Abschnitt ist ein Nadelöhr in der wichtigen Ost-West-Verkehrsachse. Das dritte Gleis ist überlebensnotwendig für unsere Region und muss endlich gebaut werden“, betonten die beiden Hauptverwaltungsbeamten unisono. Man werde die alte Forderung, die auch von der IHK Aachen getragen wird, gemeinsam mit Nachdruck verfolgen und auf die Bundesebene bringen. Dabei sicherte Landrat Wolfgang Spelthahn der Städteregion auch finanzielle Unterstützung zu.


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