Regionaltag

Nach Düren, um Reichtum im Verborgenen zu entdecken
Von Redaktion [17.06.2010, 08.16 Uhr]

Martha Ollig (v.l.), Pfr. Hans Otto von Danwitz und Thomas Tönessen vom Regionalpastorat haben den Regionaltag in Mariaweiler vorgestellt.

Martha Ollig (v.l.), Pfr. Hans Otto von Danwitz und Thomas Tönessen vom Regionalpastorat haben den Regionaltag in Mariaweiler vorgestellt.

Den Reichtum der Kirche im Verborgenen entdecken, das ist das Ziel. Verfolgt werden soll es von engagierten und interessierten Christinnen und Christen beim Regionaltag Düren am Samstag, 10. Juli, in Mariaweiler.

Gemeinden haben viel zu bieten. Das weiß Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz. Vieles aber, das ist die Erkenntnis, können einzelne Pfarren nicht mehr leisten. Ein Beispiel ist die Caritas: Wenn weitere Sparmaßnahmen der Regierung kämen, so von Danwitz, dann würden noch mehr Menschen an die Türen der Pfarrhäuser klopfen, und um Hilfe bitten. „Eine Chance besteht darin, gemeinsam soziale Strukturen zu schaffen, die alleine nicht möglich sind.“ Das ist ein Stück Reichtum.

Auch die „Armut“ an Jugendlichen kann eine Chance zur Entdeckung eines „verborgenen Schatzes“ bedeuten – durch Profilierung etwa innerhalb einer GdG, wie es in St. Marien in Düren gerade gelingt.

Veränderung in der „Kirche“ ist in den letzten Jahren mehr gewesen als die Auswirkungen des andauernden Strukturprozesses. Verbunden ist sie bei vielen Gläubigen mit dem Gefühl von Verlust, von Mangelerscheinungen, so die Erkenntnis: Ein Mangel an Priestern, in den Gottesdiensten an Gläubigen und, durch die jüngsten Ereignisse, ein Mangel an Vertrauen.

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Im Bewusstsein dieser Umstände will der Regionaltag in Mariaweiler Christen den Blick nach Vorne weiten und Mut zum Aufbruch machen. „Ich kenne deine Bedrängnis und Armut – doch du bist reich“ heißt das Leitwort aus der Offenbahrung.

Inhaltlich gestaltet das Thema „Kirche hat Zukunft – mit uns…“ Prof. Dr. Reinhard Feiter. Der Pastoraltheologe aus Münster war einst enger Mitarbeiter von Bischof Klaus Hemmerle. „Da haben Sie aber einen tollen Mann gewonnen“, sei die Reaktion eines Interessierten gewesen, wie Thomas Tönessen schmunzelnd erzählt.

In zwei Impulsreferaten will Feiter Anstoß geben, wie Kirche heute gestaltet werden kann. „Impuls heißt auch ,Kraft übertragen’ damit etwas in Bewegung gerät“, erläutert Pastoralreferent Tönessen. Verbunden damit ist auch, dass nicht nur die Gläubigen, sondern auch die Priester und Leitfiguren sich umstellen müssten – im Sinne von Bischof Mussinghoff, der bereits 2008 im Fastenbrief eine „Kultur des Rufens“ forderte.

Anmeldungen zum Regionaltag in Mariaweiler sind bis Mittwoch, 30. Juni, möglich unter Ruf 02421/280220, Fax: 02421/280224 oder via Mail an annemie.hensen@bistum-aachen.de


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