IHKs im Rheinland und Unternehmen starten Kampagne

Initiative „FOR+ = Zukunft sofort!“ für Schulabgänger im Rheinland
Von Redaktion [08.05.2010, 10.28 Uhr]

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) im Rheinland (Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln und Mittlerer Niederrhein) starten die gemeinsame Initiative mit Unternehmen "FOR+ = Zukunft sofort!". Angesprochen werden damit Schülerinnen und Schüler mit Fachoberschulreife (FOR), um diese für eine duale Berufsausbildung zu interessieren.

Dazu Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen: "Gemeinsam mit den Unternehmen wollen wir bei den jungen Leuten mit FOR-Abschluss für eine qualifizierte Berufsausbildung werben und ihnen zeigen, dass der direkte Einstieg in das Berufsleben eine echte Alternative zur Fortsetzung der schulischen Laufbahn an den Berufskollegs bietet".

FOR-Absolventen stellen für die Wirtschaft ein hohes Ausbildungs- und Entwicklungspotenzial dar, um langfristig den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs zu sichern. Universitäts-Professor Dr. rer. nat. Aloys Krieg, Prorektor der RWTH Aachen, ergänzt: "Mit rund 730 Ausbildungsplätzen in mehr als 20 Berufen in Werkstatt, Labor, Konstruktionsbüro oder Sekretariat sind wir der größte Ausbilder im Kammerbezirk Aachen. Bis auf einen Ausbildungsgang stehen unsere Ausbildungsangebote jedem Absolventen mit Fachoberschulreife offen."

Die Erfahrung zeigt, dass viele Schülerinnen und Schüler nach der Fachhochschulreife fatale Umwege gehen. Das kostet Zeit, entgangenen Lohn und oft auch den Notenspiegel. Unternehmen und Kammern informieren daher über Flyer und www.zukunft-sofort.de über die Vorteile einer beruflichen Ausbildung und was darüber hinaus noch möglich ist.

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Ferner finden sich im Internet alle Kontaktdaten zu Ansprechpartnern sowie eine kontinuierlich wachsende Liste der teilnehmenden Unternehmen, die dort für eine Ausbildung in ihren Betrieben werben. Dazu gehören unter anderem Galeria Kaufhof GmbH, Köln, Media Markt TV-HiFi-Elektro GmbH, Düsseldorf, Metro Cash & Carry Deutschland GmbH, Düsseldorf, Real SB Warenhaus GmbH, Mönchengladbach, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH), Aachen, RWE Power Aktiengesellschaft, Köln,

Hintergrund: 2008 sind in Nordrhein-Westfalen 88.063 Schülerinnen und Schüler nach der zehnten Klasse abgegangen. Die Fachoberschulreife (mittlerer Bildungsabschluss FOR) haben von ihnen 96,3 Prozent der Realschüler erreicht, 30 Prozent der Haupt- und 37,9 Prozent der Gesamtschüler. Ein Großteil der FOR-Absolventen setzt danach ihre Schullaufbahn zumeist an den Berufskollegs fort, weil sie darin eine Alternative zur beruflichen Ausbildung sehen. Für viele dieser Schülerinnen und Schüler ist die weiterführende Schule aber nicht der richtige Weg, sondern führt häufig in eine Bildungssackgasse. Viele erkennen zu spät, dass sie dem Oberstufenstoff nicht gewachsen sind und brechen die Schule ab. Statt mit dem begehrten höherwertigen Schulabschluss in der Tasche verlassen sie die Schule nun demotiviert mit einem schlechteren Abgangs- oder Zwischenzeugnis und haben als Abbrecher deutlich geringere Vermittlungschancen auf dem Ausbildungsmarkt.

Die IHKs im Rheinland verwiesen darüber hinaus auf eine neue Möglichkeit, auch ohne weiterführende Schulen und Abitur an die Hochschule zu gelangen: Seit März 2010 können alle Interessenten aus NRW, die eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und über eine anschließende, mindestens dreijährige Berufserfahrung verfügen, ohne weitere Voraussetzungen die Fächer studieren, die ihrer Ausbildung und Berufspraxis entsprechen. Wer ein anderes Fach studieren will, muss einen Eingangstest bestehen. "So sparen junge Leute Zeit, verdienen Geld und stehen früher auf eigenen Beinen. Unternehmen wiederum werden sich über einen großen Zustrom interessierter und engagierter Nachwuchskräfte freuen," so das Fazit aus der IHK Aachen.

www.zukunft-sofort.de


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